News

Regierungschefs der Arge Alp tagen in Bayern

Heute fand die Regierungschefkonferenz der Arge Alp-Länder auf Schloss Lautrach in Bayern statt. Themen waren unter anderem die Beschlussfassung zu neuen Projekten und die weitere Umsetzung der strategischen Neuausrichtung. Darüber hinaus übergab Bayern den Vorsitz an den Kanton Graubünden.

Logo ArgeAlp
Zoomansicht Logo ArgeAlp
Die Arge-Alp-Regierungschefs haben heute in Lautrach getagt, Südtirol war durch Landesrat Richard Theiner vertreten - Foto: Bayrische Staatskanzlei/Lienert
Zoomansicht Die Arge-Alp-Regierungschefs haben heute in Lautrach getagt, Südtirol war durch Landesrat Richard Theiner vertreten - Foto: Bayrische Staatskanzlei/Lienert
Die Regierungsvertreter der zehn Arge-Alp-Länder haben heute im bayrischen Lautrach getagt - Foto: Bayerische Staatskanzlei/Lienert
Zoomansicht Die Regierungsvertreter der zehn Arge-Alp-Länder haben heute im bayrischen Lautrach getagt - Foto: Bayerische Staatskanzlei/Lienert

„Die seit 45 Jahren bestehende Kooperation der Arge Alp-Länder ist auch im Hinblick auf die EUSALP-Präsidentschaft Tirols 2018 von besonderer Bedeutung, da wir denselben Herausforderungen gegenüberstehen. Arge Alp, EUSALP und die Euregio sind alles regionale Netzwerke, die unser Land nach dem Motto ‚Gemeinsam sind wir stark‘ weiterbringen“, erklärte der Tiroler LH Günther Platter. Der Kontakt zu den Nationalstaaten sei gut, die Zusammenarbeit innerhalb der Regionen allerdings noch wichtiger. „Deshalb müssen wir noch mehr die Synergien nutzen, um uns in Brüssel Gehör zu schaffen und um gemeinsam Projekte voranzutreiben, die für unsere Alpenregionen von Bedeutung sind.“

Beim Thema Verkehr gemeinsam Gas geben

Das Thema Verkehr und Mobilität ist für den sensiblen Alpenraum bereits heute eine massive Herausforderung und belastet das Bundesland Tirol stark. „Wir dürfen nicht zulassen, dass der Lkw-Verkehr auf der Straße ständig weiter zunimmt – die Menschen haben dafür kein Verständnis mehr."

Deshalb spiele die Stärkung der Schieneninfrastruktur in der Zusammenarbeit zwischen den Regionen eine wichtige Rolle. „In Tirol werden Milliarden Euro in eine neue Infrastruktur investiert. Mit der neuen Unterinntaltrasse und dem Brenner Basistunnel (BBT) schaffen wir eine der modernsten Schieneninfrastrukturen der Welt – hier müssen aber dringend die Rahmenbedingungen festgelegt werden und es braucht eine Kostenwahrheit zwischen Schiene und Straße“, bekräftige LH Platter und forderte gleichzeitig die Nachbarländer Bayern, Südtirol und Trentino auf, dass sie bezüglich einer Korridormaut auf der Straße von München nach Verona und beim Ausbau der Zulaufstrecken zum BBT mit Tirol an einem Strang ziehen: „Es wäre nämlich unverantwortlich wenn wir durch den Verzug bei den Zulaufstrecken das gesamte System und die Effizienz des BBT nicht ausnutzen können.“

"Damit wir den Herausforderungen gerecht werden, benötigen wir verkehrspolitische Maßnahmen, um den gewünschten Erfolg für einen nachhaltigen Lebensraum und einen starken Wirtschaftsstandort zu erzielen. Deshalb engagieren wir uns gemeinsam mit Südtirol und Trentino als Leiter der EUSALP-Aktionsgruppe ‚Mobilität‘, um Lösungen für die Zukunft zu erarbeiten“, sagte der Landeshauptmann.

Digitalisierung ausbauen

Handlungsbedarf bestehe auch beim Ausbau des Breitbandnetzes gerade in ländlichen Gebieten. „In Tirol haben wir eine große Breitbandoffensive im Jahr 2013 gestartet, die wir bis 2024 fortführen werden. Dabei nehmen wir insgesamt 100 Millionen Euro in die Hand“, berichtete LH Platter. So sichere Tirol das Leben und Wirtschaften im ländlichen Raum, verhindere Abwanderung und fördere die Entwicklung digitaler Arbeitsplätze. Zudem gehöre funktionierendes Internet inzwischen auch zur Basis des touristischen Gästeangebotes.

Tiroler Projekt gewinnt Arge Alp Preis 2017 Integration

Der Arge Alp Preis 2017 würdigt Projekte zur Integration im Alpenraum, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mitgliedsregionen und die kulturelle Identifikation sowohl Einheimischer wie Zugezogener in der Region stärken. Eine internationale Jury hat die drei Haupt- und sieben Anerkennungspreisträger ermittelt, wobei das Tiroler Projekt „Die MobilitäterInnen – ein bewegendes Netzwerk“ einen Hauptpreis gewonnen hat. Das Ziel des Projekts ist es, die Situation von BewohnerInnen in abgelegenen Dörfern zu verbessern und geflüchteten Menschen zu Mobilität und Teilnahme am sozialen Leben zu verhelfen.

(Autorin: Elisabeth Huldschiner)


» alle News


Inhalt teilen:  Facebook google+ twitter