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Wettbewerbsfähige KMU: zweites Treffen des EU-Projektes InnoBridge

Das Thema betraf eine Open-Innovation-Plattform mit einer breiten Basis, die für Innovationen in Unternehmen ebenso wie in öffentlichen Körperschaften sorgen.

Die Arbeitsgruppe InnoBridge trifft sich mit den Stakeholdern. 6.v.r. Amtsdirektor Franz Schöpf. Foto: LPA/Amt Inovation
Zoomansicht Die Arbeitsgruppe InnoBridge trifft sich mit den Stakeholdern. 6.v.r. Amtsdirektor Franz Schöpf. Foto: LPA/Amt Inovation

Gestern hat sich die Südtiroler Arbeitsgruppe des EU-Projektes Innobridge rund um die Landesabteilung Innovation, Forschung und Universitäten mit einer Reihe Stakeholdern aus Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung im Landhaus 8 getroffen, um erste Ergebnisse der bisherigen Arbeit zu präsentieren.

Das Ziel des EU-Projekt Innobridge ist es, die in den Regionen Europas unterschiedlich ausgeprägte  Innovationskompetenz auszugleichen – und dafür zu sorgen, dass diese Innovationen möglichst effizient und wirksam auch in einen wirtschaftlichen Vorteil ermöglichen. Der Startschuss des Projektes fiel 2016 im Rahmen eines Interreg-Projektes Europa 2014-2020. Neben Italien haben sich auch Österreich, Bulgarien, Finnland, Portugal, Spanien und Polen und Ungarn daran beteiligt.

In Südtirol zielt die Arbeitsgruppe daraufhin, kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) auf ihrem Weg zu mehr Innovation zu begleiten. Dazu sollen Instrumente bereitgestellt werden, die vielversprechende Ergebnisse von Innovation und Forschung zu Markterfolgen machen. Das Projekt ist in zwei Phasen unterteilt. In der ersten, die drei Jahre läuft, sind Seminare und ein Austausch mit den lokalen Stakeholdern sowie Studienreisen zu spezifischen Partneregionen vorgesehen.

Am zweiten Südtiroler Treffen haben sich die Stakeholder, welche sich aus den Wirtschaftsakteuren aus Südtirol zusammensetzen, beteiligt.

Die Herausforderung der Digital Economy
Vor dem Hintergrund von Trends wie die Digitalisierung und die Vernetzung, der „platform-economy“ mit der Beteiligung von Bürgern oder Endverbrauchern, Open Data und nicht zuletzt der „New Public Governance“ wurde der Vorschlag einer breit angelegten Open-Innovation-Plattform vertieft – das Projekt wurde erstmals in Finnland entwickelt. Die Tatsache, dass Unternehmen sich immer stärker an den Bedürfnissen ihrer Kunden orientieren müssen und immer häufiger Leistungen und Produkte angeboten werden müssen, die nicht in ihren primären Kompetenzbereich fallen, spricht ebenfalls für die offene Plattform für Innovationsentwicklung. Darin können Unternehmen erfolgversprechende Ideen aufgreifen und alle, auch Externe, ihren Beitrag zur Entwicklung von diesen Produkten und Leistungen erbringen: Unternehmen, Endverbraucher, Forschungseinrichtungen, Studierende, Universitäten, öffentliche Körperschaften oder Innovationsparks.

„Auf einer solchen Plattform werden Ressourcen und Kompetenzen gemeinsam und somit effizienter genutzt, um Wertschöpfung zu generieren. Vor allem durch Wissen und Kreativität auch vonseiten externer Akteure verkürzen sich die Entwicklungszeiten – und die Qualität der Produkte und Dienste steigt wesentlich“, erklärt der Direktor des Landesamtes für Innovation, Forschung und Entwicklung, Franz Schöpf. Die Plattform solle auch den Gemeindenverwaltungen zur Verfügung stehen, damit sich Unternehmen, Bürger an der Erstellung von Leistungskatalogen, beispielsweise in puncto Mobilität, mit ihren Ideen beteiligen können.

Im Treffen wurden zudem einige Good-Practice-Beispiele anderer Regionen präsentiert, die auch für Südtirol von Nutzen sein könnten. Für das nächste Treffen der Arbeitsgruppe InnoBridge ist ein Workshop geplant, in dem das Angebot des Landesamtes für Innovation und Forschung und jenes der Stakeholder auf die jeweiligen Stärken und Schwächen hin analysiert wird. Auf diese Weise können die Akteure gezielte und abgestimmte Verbesserungsmaßnahmen anpeilen und den Zielen des EFRE-Programms  2014-2020, das Investitionen in Wachstum und Beschäftigung fördert, gerecht werden.

(mgp)


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