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Minderheitenschutz: Regionalassessor Detomas in Straßburg

Den Minderheitenschutz in der Region Trentino-Südtirol hat gestern im EU-Parlament in Straßburg Regionalassessor Detomas vorgestellt.

Regionalassessor Detomas (2. v. l.) mit EU-Parlamentarier Dorfmann (1. v. l.), Alessandro CHiocchetti (Mitte) und den Generalsekretär der Region, Alexander Steiner, und Riccardo Zanoner
Zoomansicht Regionalassessor Detomas (2. v. l.) mit EU-Parlamentarier Dorfmann (1. v. l.), Alessandro CHiocchetti (Mitte) und den Generalsekretär der Region, Alexander Steiner, und Riccardo Zanoner

Über die verschiedenen Sprachminderheiten, die im Trentino und in Südtirol vertreten sind, den Schutz und die Rechte dieser Minderheiten hat gestern (16. Februar) in Straßburg der zuständige Regionalassessor Giuseppe Detomas berichtet. Den Rahmen dazu bot ein Treffen der EU-Parlamentarier-Gruppe, die sich mit Minderheitenfragen befasst. Regionalassessor Detomas betonte dabei, dass der "kulturelle Pluralismus der Identität der Region Trentino-Südtirol zu Grunde liegt" und er verwies auf die "einmalige Situation des Zusammenlebens von fünf Sprachgruppen" und die Tatsache, dass "verschiedene Modelle zum Schutz und zur Aufwertung dieser Minderheiten" ausprobiert worden seien. Nach den Worten von Detomas setzt sich das Schutzmodell aus verschiedenen Modellen zusammen. Er erläuterte im einzelnen, welche Bestimmungen in Südtirol und im Trentino den Schutz und den Fortbestand der verschiedenen Minderheiten, von der deutschen und ladinischen bis hin zur zimbrischen und der Fersentaler-Minderheit, garantierten.

Die rund hundert Mitglieder der Minderheiten-Intergroup, der auch Südtirols EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann angehört, erfuhren gestern aber nicht nur etwas über die Minderheiten in der Region Trentino-Südtirol sondern auch über jene in Bulgarien. So berichtete der Philologe Timur Halilov über die türkische Minderheit, der Historiker Hasan Mehmedaliev über die pomakische Minderheit und der Integrationsfachmann Asen Asenov über die Roma.

Die so genannten Intergroups sind informelle, thematische Parlamentariergruppen des Europäischen Parlaments, die durchaus Einfluss auf die Meinungsbildung im Parlament und der EU insgesamt nehmen können, da sie Abgeordnete aus unterschiedlichen Fraktionen zusammenbringen, die sich für ein gemeinsames Anliegen stark machen. Derzeit gibt es 28 registrierte Intergroups, für die mindestens jeweils drei Fraktionen offiziell die Schirmherrschaft übernommen haben.

Im Rahmen seines Besuchs im EU-Parlament traf Detomas gestern auch mit dem stellvertretenden Kabinettchef des neuen Parlamentspräsidenten Antonio Tajani, dem Trentiner Alessandro Chiocchetti, zusammen. Auch bei diesem Treffen ging es um den Schutz der Minderheiten, insbesondere der ladinischen. 

jw


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