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Südtiroler EFRE-Begleitausschuss beurteilt Fortschritte der Maßnahmen

Gestern hat im Landhaus 1 der EFRE-Begleitausschuss getagt. Er hat unter anderem den Durchführungsbericht abgesegnet und Bewertungskriterien überarbeitet.

Der Begleitausschuss des Programms „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ EFRE 2014-2020 trifft sich einmal im Jahr, um den Stand der Umsetzung zu prüfen. Foto: www.provinz.bz.it/news - Th.Ohnewein
Zoomansicht Der Begleitausschuss des Programms „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ EFRE 2014-2020 trifft sich einmal im Jahr, um den Stand der Umsetzung zu prüfen. Foto: www.provinz.bz.it/news - Th.Ohnewein

Der Begleitausschuss des Programms „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ EFRE 2014-2020 trifft sich einmal im Jahr, um den Stand der Umsetzung zu prüfen und bei möglichen Problemen geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um diese zu lösen. Mit dabei waren gestern auch Federico Lasco von der italienischen Agentur für territoriale Kohäsion und der Delegierte der Eu-Kommission, Andrea Murgia, der darauf  achtet, dass die Ziele der EU-Kommission in den Projekten berücksichtigt sind.

Bei der gestrigen Sitzung berichtete der Direktor des Landesamtes für Europäische Integration, Peter Paul Gamper, dessen Amt als Verwaltungsbehörde des EFRE eingesetzt ist, über die Durchführung des Programms. Es wurden bereits zwei Ausschreibungen abgeschlossen, zwei weitere stehen momentan in der Bewertungsphase. Das Gremium beschloss des Weiteren überarbeitete Kriterien für die Bewertung der Projekte. Damit soll erreicht werden, dass im Sinne einer Entbürokratisierung die Qualität der Projekte noch mehr im Vordergrund steht und dafür weniger die Formalismen.

Der EFRE – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung – ist einer der europäischen Struktur- und Investitionsfonds. Er dient dazu, regionale Ungleichgewichte auszugleichen, Wachstum und Arbeit zu fördern und den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt zu stärken. Die Mittel kommen zu 50 Prozent von der EU, zu 35 Prozent von Staat und zu 15 Prozent vom Land Südtirol.

Das EFRE-Programm 2014-20, für das insgesamt 134 Millionen Euro zur Verfügung stehen, ist in vier Achsen aufgeteilt: 1. Forschung und Innovation, 2. Digitales Umfeld, 3. Nachhaltige Umwelt und 4. Sicherer Lebensraum.

Zu den Projekten, die bisher gefördert wurden, zählen beispielsweise die Südtiroler Bürgerkarte – das wohl das bekannteste Beispiel, für das EFRE-Mittel eingesetzt wurden. Ein aktuelles Nachfolgeprojekt der Landesabteilung  Informationstechnik namens Open Forms Südtirol, sieht vor, dass mindestens 200 Formulare vom traditionellen Medien auf ein System von Online-Formularen übertragen werden, die direkt weiterverarbeitet werden können. Die Funktionalität der Bürgerkarte würde damit zudem erweitert.
Auch das Projekt Open Innovation Südtirol, das vom Landesverband für Handwerker Lvh umgesetzt wurde, um über eine Online-Plattform innovative Ideen für neue Produkte zu sammeln, zählt zu den von EFRE geförderten Initiativen, die nachhaltig umgesetzt sind.
Ein neues Projekt des Landesamtes für Geologie und Baustoffprüfung betrifft hingegen die Entwicklung von innovativen Steinschlagschutzdämmen, bei deren Herstellung Recyclingmaterial eingesetzt wurde.

Im Sommer werden drei weitere Aufrufe zum Einreichen von Projekten erfolgen, auch Calls genannt. Sie betreffen die Schwerpunkte der nachhaltigen Mobilität, des Ausbaus des Glasfasernetzes in Gewerbegebieten und des sicheren Lebensraums in Bezug auf hydrogeologische Risiken. Vertiefende Informationen sind in der Landesabteilung Europa verfügbar: www.provinz.bz.it/efre

mgp


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