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Arge-Alp-Preis: Südtiroler Finalisten ermittelt

Südtirol hat seine Finalisten für den Arge-Alp-Preis 2016 ermittelt. Unter sieben eingereichten Projekten wählte die Südtiroler Fachjury Ende vergangener Woche jene zwei innovativen Kooperationsprojekte des Themenfelds Beschäftigung aus, die nun in die Finalrunde einziehen. Es handelt sich um die Projekt mit den Arbeitstiteln "VergissMeinNicht" und "Rural Areas for Refugees".

VergissMeinNicht und Rural Areas for Refugees: Südtiroler Finalisten des Arge-Alp-Preises 2016 ermittelt
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Die Beschäftigung ist das Themenfeld des diesjährigen Arge-Alp-Preises. Unter dem Vorsitz Vorarlbergs will die Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer den Alpenraum als innovative Region mit Tradition ins öffentliche Bewusstsein rücken. Gleichzeitig möchte sie dazu anregen, Kooperationen im Alpenraum einzugehen. Gesucht wurde daher nach innovativen Projekten im Beschäftigungsbereich, die zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und damit auch zu mehr Lebensqualität beitragen. Vorausgesetzt wurde, dass den Projekten eine Kooperation zugrunde liegt.   

In Südtirol wurden von privaten und öffentlichen Trägern insgesamt sieben Projekte eingereicht. Alle diese sieben Projekte beruhen auf Kooperationen von bis zu sechs Projektpartnern. Nun hat eine Fachjury jene zwei Projekte ermittelt, die nach Bregenz weitergeleitet werden, um dort an der Endauswahl teilzunehmen. 

Die drei Jurymitglieder, Eva Maria Brunnbauer (Inspektorin für den technisch-berufsbildenden Bereich am Deutschen Schulamt), Stefan Perini (Direktor des Arbeitsförderungsinstituts AFI) und Renzo Roncat (Leiter des Bereichs italienische Berufsbildung), bewerteten die sieben Projekte anhand einer Reihe von Kriterien. Ausschlaggebend waren Art und Mehrwert der Kooperation sowie der Modell- oder Innovationscharakter des Projekts.  

Am stärksten punktete ein Projekt zur Arbeit- und Freizeitinklusion der Brunecker Sozialgenossenschaft "VergissMeinNicht" und weiterer fünf Projektpartner, das die Inklusion junger Grenzgänger in Ausbildung, Beruf und Freizeit zum Ziel hat. "Dass die Initiative aus dem Ehrenamt kommt und dass sie von Partner aus unterschiedlichen Bereichen und über die Landesgrenzen hinaus mitgetragen wird, war für unsere Entscheidung ausschlaggebend", begründeten die Jurymitglieder ihre Entscheidung. 

"Rural Areas for Refugees _ Refugees for rural Areas" ist der Titel des zweitgereihten Projekts, das von der Europäischen Akademie Eurac und der Caritas eingereicht worden ist und von weiteren drei Partnern mitgetragen wird. Wie schon der Titel sagt, geht es um die Begleitung und Eingliederung von Flüchtlingen in ländlichen Gebieten, in diesem Fall in den Gemeinden Mals und St. Ulrich. "In diesem Falle gaben besonders der Modellcharakter und die Übertragbarkeit des Projektes den Ausschlag", erklärten AFI-Direktor Perini, Inspektorin Brunnbauer sowie der Leiter des Bereichs italienische Berufsbildung, Roncat, unisono. 

Die zwei Projekte werden nun nach Bregenz weitergeleitet und dort gemeinsam mit den ausgewählten Projekten der weiteren neun Arge-Alp-Länder von einer internationalen Jury bewertet, die dann über die Zuweisung des Preisgeldes von 25.000 Euro entscheidet. Die Preisübergabe erfolgt im Rahmen der Konferenz der Arge-Alp-Regierungschefs im Juni 2016 durch den derzeitigen Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer, Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner.

Informationen:
www.argealp.org/

Arge Alp:
In der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (ARGE ALP) arbeiten in den vier Staaten Deutschland, Italien, Österreich und Schweiz folgende Länder, Provinzen bzw. Kantone mit einer Gesamtbevölkerungszahl von rund 26 Millionen Menschen zusammen: Bayern, Graubünden, Lombardei, Salzburg, St. Gallen, Südtirol, Tessin, Tirol, Trient und Vorarlberg.

jw


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