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Interreg V-A Italien-Österreich: Kooperationsprogramm genehmigt

Gestern (30. November) hat die Europäische Kommission das Programm zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Italien und Österreich genehmigt. Mit den bereitgestellten finanziellen Mitteln von über 98 Millionen Euro, 82 davon aus dem EFRE-Fonds, werden bis 2020 grenzüberschreitende Projekte gefördert, die zu Integration und Entwicklung im Programmgebiet beitragen sollen.

Das Kooperationsprogramm von Interreg V-A Italien-Österreich ist gestern genehmigt worden
Zoomansicht Das Kooperationsprogramm von Interreg V-A Italien-Österreich ist gestern genehmigt worden

Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Italien und Österreich im Rahmen des Interreg-Programms in den letzten Jahrzehnten wurde heute in Brüssel die Fortführung dieser grenzüberschreitenden Kooperation beschlossen. "Mit Interreg V-A Italien-Österreich wurde ein Kooperationsprogramm genehmigt, das die Bedürfnisse und Stärken der Gebiete im Grenzraum zwischen Italien und Österreich in den Mittelpunkt stellt und ganz gezielt darauf ausgerichtet ist, diesen Grenzraum so zu gestalten, dass wir als Gemeinschaft zukunftsfähig werden und die Grenzen mehr und mehr überwinden können", so Landeshauptmann Arno Kompatscher zur heutigen Genehmigung des Kooperationsprogramms durch die Europäische Kommission.

Das Programmgebiet von Interreg V-A Italien-Österreich umfasst die Länder Salzburg, Tirol und Kärnten sowie die Regionen Venetien, Friaul-julisch Venetien und die Provinz Bozen. Dem Kooperationsprogramm stehen bis 2020 finanzielle Mittel in Höhe von rund 98 Millionen Euro zur Verfügung, die sich zusammensetzen aus über 82 Millionen Fördergeldern aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und nationaler Kofinanzierung, die von den beiden Staaten Italien und Österreich geleistet werden. Diese Mittel werden in die Umsetzung von Projekten investiert, die in einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit an gemeinsamen Lösungen für gemeinsame Herausforderungen im unmittelbaren Grenzgebiet zwischen Italien und Österreich arbeiten werden.

Dabei setzt das Programm vor allem auf die Schaffung von Rahmenbedingungen, die die Arbeit und Vernetzung von Forschungseinrichtungen erleichtern und begünstigen, um Spitzenleistungen im Bereich Forschung und Innovation zu ermöglichen. Außerdem soll die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen gefördert werden, um Forschungsergebnisse unmittelbar und unkompliziert in konkreten Produkten oder Dienstleistungen umzusetzen.

Im Bereich Natur und Kultur verfolgt das Kooperationsprogramm den Schutz sowie die Aufwertung des kulturellen und natürlichen Erbes im Grenzraum, das nicht nur maßgeblich beiträgt zur Lebensqualität im Gebiet, sondern auch ein wichtiger Faktor ist für den Tourismus. In diesem Zusammenhang soll vor allem ein sanfter Tourismus gefördert werden, der die Ausgewogenheit zwischen Nutzung und Schutz des Kultur- und Naturerbes in den Mittelpunkt stellt.

Auch fördert das Kooperationsprogramm die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Verwaltungen zur Harmonisierung der Verfahren über die Grenzen hinweg sowie zur Nutzung von Synergien. "Als einziges Kooperationsprogramm in ganz Europa fördert Interreg V-A Italien-Österreich die von der örtlichen Bevölkerung betriebene lokale Entwicklung (CLLD) mit einer aktiven Beteiligung aller örtlichen Akteure an den Entscheidungs- und Umsetzungsprozessen zur Gestaltung der Zukunft ihrer Regionen", betont Peter Gamper, Direktor im Amt für europäische Integration und Vorsitzender der Verwaltungsbehörde Interreg V-A Italien-Österreich.

Die offizielle Auftaktveranstaltung des Kooperationsprogramms wird am Donnerstag, 28. Januar 2016 im Innenhof des Landhauses 1 in Bozen stattfinden. Dort werden die Kooperationsstrategie, alle Programminhalte sowie alle Anforderungen vorgestellt, die Projektträger erfüllen müssen, um eine Förderung durch das Kooperationsprogramm zu erhalten. An verschiedenen runden Tischen wird allen Interessierten die Möglichkeit geboten, sich mit den Programmverantwortlichen auszutauschen und Antworten auf offene Fragen zu erhalten. Mit der Veröffentlichung des ersten Aufrufes zur Einreichung von Projekten Mitte Februar wird in Triest eine zweite Auftaktveranstaltung statt finden.

Das Kooperationsprogramm Interreg V-A Italien-Österreich sowie alle aktuellen Informationen können unter http://www.interreg.net/ eingesehen und heruntergeladen werden.

jw


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