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Euregio-Präsident Platter: „Regionen als Motor für die Makroregion Alpenraum“

Im Schweizer Tessin fand Donnerstag und Freitag die Regierungschefkonferenz der zehn Arge Alp-Länder statt. Kernthema war dabei die Europäische Makroregionale Alpenstrategie (EUSALP) sowie die Einrichtung eines gemeinsamen Alpen-Büros in Brüssel.

Foto: Arge Alp
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BU: v.li: LH Ugo Rossi (Trentino), LH Günther Platter (Tirol), der Generalsekretär der Alpenkonvention, Markus Reiterer, LH Markus Wallner (Vorarlberg), Regierungsrat Willi Haag (Kanton St. Gallen), die bayerische Staatsministerin Beate Merk, LH Arno Kompatscher (Südtirol), Salzburgs Landesamtsdirektor Heinrich Christian Marckhgott, Regierungspräsident des Kantons Tessin Norman Gobbi, Untersekretär Ugo Parolo (Lombardei) und Kanzleidirektor Claudio Riesen (Graubünden) bei der Regierungschefkonferenz in Tessin.

„Wir legen großen Wert darauf, dass die Strategie von den Regionen ausgehend – „bottom-up“ – gestaltet wird“, betont Tiroler Landeshauptmann Günther Platter. „Wir wollen konkrete Projekte für und mit den Menschen in den jeweiligen Ländern umsetzen. Die Tirolerinnen und Tiroler sollen  einen spürbaren Mehrwert haben und sich mit der Makroregion Alpen identifizieren.“


Im Vordergrund stehen Projekte in den Bereichen Umwelt, Bildung, Gesellschaft, Wirtschaft, Naturgefahren und Verkehr. „Diese Fragestellungen wollen wir zusammen grenzübergreifend lösen – denn wir sind alle gemeinsam für die Makroregion Alpenraum verantwortlich“, sagt LH Platter. „Deshalb fordern wir, dass die Länder und Regionen auf Augenhöhe mit der nationalen und der EU-Ebene die Strategie entwickeln.“

Arge Alp Initiatorin für EUSALP

Nachdem die Arge Alp-Länder sich bereits 2011 einstimmig für die Ausarbeitung einer Makroregionalen Strategie für den Alpenraum ausgesprochen haben, nehmen sie nach wie vor eine tragende Rolle ein: „Die Arge Alp ist der wichtigste Motor für die Strategie, sind doch fünf der sieben regionalen Mitglieder des EUSALP-Steuerungsausschusses Mitgliedsländer der Arge Alp“, verweist LH Platter auf deren Bedeutung.

 Laufende Projekte der Arge Alp

Neben der Strategie für die Makroregion wurden neue Projekte beschlossen. So wird ab Herbst ein neuer Arge Alp-Preis zum Thema „Innovative Projekte im Beschäftigungsbereich“ ausgelobt, ein Jugendwettbewerb gestartet und ein Schwerpunkt auf Naherholungsgebiete gelegt. Laufende Projekte umfassen unter anderem die „Europäische Talent Akademie Lindau“ für außerschulische Begabtenförderung und Xchange, das den grenzüberschreitenden Austausch von Lehrlingen ermöglicht. „Das gemeinsame Kennenlernen und die Vernetzung zwischen den Menschen aus den verschiedenen Alpenländern steht bei den Projekten im Vordergrund“, so LH Platter. Des Weiteren berichtete LH Platter über das Projekt Wald-Wild-Lebensraum, das zwischen unterschiedlichen Interessen ausgleichen und durch entsprechende Maßnahmen einen funktionierenden Lebensraum schaffen soll, die in einem praxisorientierten Handbuch publiziert werden.

Über die Arge Alp

Die Arge Alp wurde 1972 in Mösern gegründet. Der Arbeitsgemeinschaft gehören die Länder Tirol, Vorarlberg und Salzburg, der Freistaat Bayern, die Autonomen Provinzen Bozen und Trient, die Region Lombardei sowie die Kantone Graubünden, Sankt Gallen und Tessin an. Nach dem Schweizer Kanton Tessin übernimmt nun das Bundesland Vorarlberg den Vorsitz. 

Im Anhang findet sich die Resolution der Regierungschefkonferenz.

 


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