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EU-Direktfinanzierungen: Fortbildung in Rovereto

Um einen besseren Zugang zu den europäischen Direktförderungen ist das Land Südtirol bemüht. So hat es beispielsweise einen Beratungsschalter eingerichtet und unterstützt auch Unternehmen und Einrichtungen, die sich Beratung holen. Nun bietet es über den in der Europa-Abteilung angesiedelten Schalter Europe Direct Südtirol Forbildung.

Während Südtirol die europäischen Strukturfonds zum Großteil gut genutzt hat, so gilt das für die Direktförderungen nicht. Anders als bei den lokal verwalteten EU-Strukturfonds, werden die Direktförderungen von den Generaldirektionen der Europäischen Kommission verwaltet und ausbezahlt. Direkt gefördert werden eine Reihe europäischer Programme, darunter "Kreatives Europa", "Horizont 2020" oder "Erasmus+". Direktförderungen gibt es aber nicht nur im Bildungs-, Forschungs- und Kulturbereich, sondern auch im Energie-, Verkehrs-, Umwelt- oder Gesundheitswesen. Das Minus zwischen den von Italien an die EU überwiesenen Geldmitteln, und jenen, die über europäische Förderungen wieder nach Italien zurückgeflossen sind, betrug im Zeitraum 2007-2011 22 Milliarden Euro.

Auch das Land Südtirol ist um eine bessere Ausschöpfung der Direktförderungen bemüht. Es bietet daher Hilfestellung, um den Zugang zu diesen direkten europäischen Fördertöpfen zu erleichtern. Zu diesem Zweck wurde beispielsweise der Beratungsschalter "€uro Helpdesk" eingerichtet. Zudem unterstützt das Land Unternehmen und Einrichtungen, die sich in Sachen Direktförderung beraten lassen.

Nun setzt es auch die Informationsveranstaltungen zu den EU-Direktförderungen fort, und zwar in Zusammenarbeit mit dem Trentino und den europäischen Netzwerken: Über den in der Europa-Abteilung angesiedelten Schalter Europe Direct Südtirol organisiert es gemeinsam mit dem Trentino, dem europäischen Institut für öffentliche Verwaltung (EIPA) und Enterprise Europe Network (EEN) eine mehrteilige Informationsreihe: Heute Nachmittag (23. Oktober) und morgen werden im Technologiepark (Zeni-Straße 8) von Rovereto Referenten aus Rom, Brüssel und Maastricht Einblick geben in die Förderungspolitik der EU, die Direktförderungen für die verschiedenen Sektoren, die Förderrichtlinien und die Verfahrensabläufe.

Zur kostenfreien Fortbildung haben sich bereits zahlreiche Personen aus Südtirol angemeldet, sowohl aus der Wirtschaft, als auch aus der öffentlichen Verwaltung und von nicht gewinnorientierten Organisationen.

jw


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