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LH Kompatscher trifft EU-Kommissar Tajani: KMU und Expo 2015

Mit EU-Kommissar Antonio Tajani, der für Industrie, die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie den Tourismus verantwortlich zeichnet, hat Landeshauptmann Arno Kompatscher gestern Abend (25. Juni) die Unterstützungsmöglichkeiten für die KMU, EU-Förderprogramme für Unternehmen und die Rolle Südtirols als Brückenkopf für die deutschsprachige Wirtschaft bei der Expo 2015 erörtert.

LH Kompatscher (links) mit dem italienischen EU-Kommissar Antonio-Tajani. Foto: LPA/vc
Zoomansicht LH Kompatscher (links) mit dem italienischen EU-Kommissar Antonio-Tajani. Foto: LPA/vc

Nach dem Treffen mit dem EU-Kommissar für Regionalpolitik Johannes Hahn hat Landeshauptmann Kompatscher seinen Brüssel-Aufenthalt gestern Abend auch dazu genützt, um mit dem italienischen EU-Kommissar Tajani wirtschaftspolitische Themen zu vertiefen. „Die Südtiroler Wirtschaft besteht vornehmlich aus kleinen und mittelständischen Unternehmen und deshalb ist es wichtig, dass wir die Probleme dieser Unternehmen auch in Brüssel ansprechen. Die EU hat mit dem Small Business Act eine wichtige Initiative ins Leben gerufen, der es nun Leben einzuhauchen gilt. Schließlich stehen die Klein- und Mittelstandsunternehmen in ganz Europa vor denselben Herausforderungen, nämlich Bürokratie, Preis- und Konkurrenzdruck sowie Schwierigkeiten bei der Suche nach Finanzierung", so Landeshauptmann Kompatscher. Kommissar Tajani hat gegenüber Kompatscher betont, dass die EU den Small Business Act auf den neuesten Stand bringen will und einer Aufwertung der KMU aufgeschlossen gegenüber stehe: „Die EU plant eine Serie von Maßnahmen, die den KMU zugute kommen sollen. Diese reichen von der Kreditvergabe über die Zahlungsfristen, Anti-Krisen-Maßnahmen bis hin zu Initiativen in den Bereichen Innovation, Energie, Internationalisierung und Verfahrensvereinfachung."

Landeshauptmann Kompatscher hat in Bezug auf die KMU auch auf die Wichtigkeit des KMU-Tests hingewiesen. Alle neuen Gesetze und Verwaltungsvorschriften auf europäischer und nationaler Ebene sollen einem KMU-Test unterzogen werden. Wo immer diese Auswirkungen als schädlich eingestuft werden, sollten die Regierungen oder Institutionen Maßnahmen wie Ausnahmen, Übergangsregelungen und das Außerkraftsetzen von Vorschriften für KMU in Betracht ziehen - insbesondere im Bereich der Informations- und Berichtspflichten. Dies betrifft natürlich in erster Linie Kleinstunternehmen, die am stärksten unter jeder Form von Bürokratie leiden.

EU-Kommissar Tajani hat im Gespräch mit Kompatscher darauf hingewiesen, dass auch die kleinen Unternehmen die Möglichkeiten der EU-Förderprogramme voll ausschöpfen sollen und hat in diesem Zusammenhang besonders auf innovative Initiativen wie Horizon 2020 und COSME hingewiesen. „ Das Land Südtirol hat mit dem Eurohelpdesk bereits einen Beratungsdienst eingerichtet, damit auch für die Kleinunternehmen die Förderungen leichter zugänglich sind", so Kompatscher.

Auch die Expo 2015 ist beim gestrigen Zusammentreffen zur Sprache gekommen. Landeshauptmann Kompatscher hat unterstrichen, dass sich Südtirol als Brückenkopf für die Unternehmen positionieren wolle, die an der Expo in Mailand teilnehmen wollen. Für EU-Kommissar Tajani ist dies eine begrüßenswerte Initiative, die auch von der EU unterstützt werden könnte.

ohn


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