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Open Days: Vergabeagentur als Vorzeigemodell

Um die Modernisierung des europäischen Vergaberechts ging es bei einem vielbeachteten Seminar zum Abschluss der Open Days 2013 in Brüssel. Zur Veranstaltung war der Präsident der Landesagentur für öffentliche Verträge (AOV), Thomas Mathà, von der Generaldirektion für Binnenmarkt und Dienstleistungen (GD MARKT) der Europäischen Kommission als Referent eingeladen.

AOV-Präsident Mathà bei der Vorstellung der AOV im Rahmen der Open Days 2013 in Brüssel
Zoomansicht AOV-Präsident Mathà bei der Vorstellung der AOV im Rahmen der Open Days 2013 in Brüssel

Der Workshop war den wesentlichen Neuerungen des öffentlichen Auftragswesens auf europäischer Ebene gewidmet. Der Präsident der Südtiroler Landesagentur für öffentliche Verträge, Thomas Mathà, stellte einem interessierten Publikum die AOV als Vorzeigemodell im modernen Vergabewesen vor. In seinem Vortrag erläuterte Mathà die Struktur und das Aufgabenfeld dieser einheitlichen Vergabestelle, die auch eine Plattform für die elektronische Beschaffung betreibt. Dabei verwies er auf den bedeutenden Mehrwert, den diese Einrichtung für das Land Südtirol darstelle, sowie die Kosteneinsparungen für die öffentliche Verwaltung, die durch gemeinsame Einkäufe und Vergaben erreicht werden könnten.

Er schilderte den innovativen Weg, den die Südtiroler Landesregierung seit 2009 in diesem Bereich beschritten habe. "Bereits heute erfüllt Südtirol damit sämtliche zukünftigen Vorgaben der europäischen Union", so Mathà. Der für das elektronische Beschaffungswesen zuständige Vertreter der europäischen Kommission im Seminar stellte fest, dass diese Verwaltungspraxis die europäischen Standards übertreffe und somit für andere Regionen beispielgebend sei. Südtirol wurde auch eingeladen, im Rahmen der neuen EU-Richtlinien in einer Arbeitsgruppe auf EU-Ebene mitzuwirken und dabei vor allem das Know-how in Sachen Mehrsprachigkeit und grenzüberschreitende Vergabepraxis einzubringen.

An dem Seminar zum neuen Vergaberecht nahmen Vertretende der Europäischen Kommission sowie Führungskräfte von öffentlichen Körperschaften aus ganz Europa teil.  


(LPA/jw)


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