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SOLAR TIROL: Online-Kartendienst des Landes zieht erfolgreiche Bilanz

Unter www.tirolsolar.at stellt das Land Tirol seit vergangenem Jahr einen Online-Kartendienst mit dem Informationsmodul für Solarpotenziale zur Verfügung. Dadurch ist es möglich, für jede Dachfläche in ganz Tirol die Möglichkeiten zur Nutzung der Solarenergie abzuschätzen.

LR Johannes Tratter freut sich über den Erfolg des Online-Kartendienstes SOLAR TIROL
Zoomansicht LR Johannes Tratter freut sich über den Erfolg des Online-Kartendienstes SOLAR TIROL

SOLAR TIROL ist ein webbasiertes Online-Tool mit räumlich hochaufgelösten Solarpotentialkarten und entwickelten konkreten Empfehlungen für die Ausbaumöglichkeiten der Solarenergie in Tirol.

Die etwa 295.000 Zugriffe, welche das Solarinformationssystem SOLAR TIROL nach einem Jahr der Online-Präsenz zu verzeichnen hat, zeigen, dass das Interesse der Tiroler Bevölkerung und Unternehmen an den Möglichkeiten einer Solarenergie-Nutzung auf ihren Hausdächern sehr groß ist. „Die frei zugängliche Datenbank soll es ermöglichen, sowohl öffentlichen als auch privaten Nutzern, die Solarpotenziale auf den einzelnen Dachflächen und die für die Nutzung optimale Technologie zu ermitteln“, so LR Johannes Tratter: „Damit verfüge Tirol über ein wichtiges Planungsinstrument zur optimalen Solarenergie.“

Berechnung für alle Hausdächer

„Die Berechnung der Nutzungspotenziale für diese erneuerbare Energie wurde für alle Hausdächer in Tirol mit Datenstand 2012/13 vorgenommen. Für die AnwenderInnen des Simulationsprogramms steht eine für jede Adresse und jedes Grundstück auffindbare und überschaubar aufbereitete Datensammlung für 3,5 Millionen Eignungsflächen auf Tiroler Hausdächern bereit. Darüber hinaus können mit kurzen Wartezeiten Simulationen der Sichtbarkeit der Sonnenbahn und der Solarenergiepotenziale für jeden Standort in Tirol online erstellt werden“, erklärt Projektleiter Manfred Riedl.

Schatten durch Bäume und Gebäude berücksichtigt

Von 2012 bis 2015 wurden von Landesstatistik und Tiroler Rauminformationssystem TIRIS in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck die relevanten Daten erfasst. Ob Geländehorizont, Bewölkung oder Verschattung durch Bäume oder Gebäude – all diese Faktoren wurden bei der Berechnung des Strahlungswerte und des Solarpotenzials berücksichtigt. Daraus wurde eine umfangreiche Solarkartierung des gesamten Landes erstellt.

Bis zum Jahr 2050 will das Land Tirol energieautonom sein und sich weitgehend selbst mit heimischer, erneuerbarer Energie versorgen. Dazu soll der Gesamtenergiebedarf halbiert und der Anteil regenerativer Energieträger erheblich gesteigert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Kraft der Sonne intensiver genutzt werden. Dass Tirol ein enormes Solarpotenzial besitzt, zeigt das Projekt SOLAR TIROL.

Michael Freinhofer


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