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Dolomitenpässe nachhaltig er-fahren: Start frei für #dolomitesvives

Fahrverbot für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor am Sellajoch: Den Start für #dolomitesvives gaben die LR von Trentino und Südtirol Mussner, Theiner, Gilomozzi und Reinhold Messner.

Start für nachhaltiges Dolomiten-Erlebnis (v.l.): LR Mussner, Alpinist Messner, LR Theiner und LR Gilmozzi (FOTO: LPA/Angelika Schrott)
Zoomansicht Start für nachhaltiges Dolomiten-Erlebnis (v.l.): LR Mussner, Alpinist Messner, LR Theiner und LR Gilmozzi (FOTO: LPA/Angelika Schrott)

Vor der besonderen Kulisse des Weltnaturerbes der Dolomiten zeigte sich das Sellajoch heute (5. Juli) bei Sonnenschein von seiner besten Seite. Pünktlich um 9 Uhr wurde die Passstraße gesperrt und nur mehr Elektrofahrzeuge, Fahrräder und Fußgänger sowie die Busse des öffentlichen Personennahverkehrs konnten passieren.

In der natürlichen Arena der Steinernen Stadt, gut besucht von Radlern, Wanderern, Spaziergängern mit Musik der Kapelle aus dem Fassatal startete die erste Etappe von #dolomitesvives. „Wir beginnen heute etwas, was für die Zukunft wichtig ist, und zwar eine neue nachhaltige Art, die Berge zu erfahren und zu erleben – das Sellajoch ist heute offen für alle, die zu Fuß gehen, für Räder, Busse und E-Autos und somit gibt es für alle weniger Lärm und Emissionen und für den Tourismus die Chance, den Gästen ein nachhaltiges Bergerlebnis zu bieten“, sagte Mobilitätslandesrat Florian Mussner. Umweltlandesrat Richard Theiner dankte allen, die vor Jahren die Weitsicht hatten, die Dolomiten als Weltnaturerbe zu schützen, „was auch ein Management der Nachhaltigkeit mit einschließt, und zwar nicht für die Unesco, sondern für uns, damit auch nachfolgende Generationen die Bergwelt erleben können“.

„Dieser kleine Test, den wir nun gemeinsam und grenzüberschreitend nach vielen Absprachen mit den Bezirksgemeinschaften, den Gemeinden und den Tourismusorganisationen auf den Weg gebracht haben, soll den Willen zeigen, ein neues Modell der Mobilität und des Tourismus für die Zukunft auszuarbeiten und die Berge aufzuwerten“, betonte sein Trentiner Amtskollege Mauro Gilmozzi.

„Zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren, ist die beste Möglichkeit die Berge zu begreifen“, hob der bekannte Alpinist Reinhold Messner hervor, „denn mit zu viel Geschwindigkeit können wir den Wert der Berge nicht mitnehmen“. Er habe viele andere und höhere Berge bestiegen, aber diese hätten nicht den Charakter der Dolomiten, die gerade in Stille und Entschleunigung ihre große Ausstrahlung entfalten würden, sagte Messner. Die ökologische Seite des nachhaltigen Verkehrs auf den Dolomitenpässen spiele der wirtschaftlichen in die Hand, denn so könnten sich die Dolomiten zu einer völlig neuen Destination entwickeln, meinte Messner.

Mit #dolomitesvives, was auf Ladinisch „lebendige Dolomiten“ bedeutet, haben sich die Länder Südtirol und Trentino im Weltjahr des nachhaltigen Tourismus 2017 der Herausforderung gestellt, einen ersten Schritt für umweltfreundliches und nachhaltiges Er-fahren der Dolomiten zu setzen. Mit Veranstaltungen rund um die Küche, Musik und Geschichten der Dolomiten können alle die Bergwelt auf besondere Weise und mit allen Sinnen erleben, wobei die Tourismusorganisationen von Gröden, Alta Badia und Val di Fassa die Organisation der Veranstaltungen übernehmen. So gibt es Gastronomie-Veranstaltungen mit Leckerbissen aus regionalen Zutaten von Sterneköchen zubereitet auf sechs Hütten (Alta Badia) ebenso wie geführte Wanderungen und Treffen mit Persönlichkeiten aus dem Dolomitengebiet (Gröden) sowie Konzerte mit lokalen Musikern (Val di Fassa). Jede Themenveranstaltung findet an drei Aktionstagen statt. Zudem verweist ein permanentes Laboratorium der Stiftung Unesco-Weltnaturerbe Dolomiten und des Museums Muse (Rovereto) auf die Geschichte und Besonderheit der Dolomiten.

Das gesamte Programm ist im Web unter www.dolomitesvives.com zu finden. 

 

(SAN)


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