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Sozialer Wohnbau: Europäisches Projekt zur Energiesanierung

"Sinfonia" nennt sich das Projekt, das in 100 WoBI-Wohnungen in Bozen umgesetzt wird. Gestern, 13. Juni, hat Landesrat Tommasini die Baustelle besichtigt.

Bei den Häusern des Wohnbauinstituts in der Cagliari- und Brescia-Straße wurde das Dachgeschoss energetisch saniert. Foto: LPA/Wohnbauinstitut
Zoomansicht Bei den Häusern des Wohnbauinstituts in der Cagliari- und Brescia-Straße wurde das Dachgeschoss energetisch saniert. Foto: LPA/Wohnbauinstitut

Bozen soll zu einem europäischen Modell der nachhaltigen Energienutzung werden: Im Zeitraum von fünf Jahren werden deshalb in der Cagliari-, Brescia-, Mailand-, Palermo- und Similaunstraße in Bozen bei 100 Wohnungen des Instituts für den sozialen Wohnbau des Landes Südtirol WoBI Maßnahmen zur energetischen Sanierung umgesetzt, Wärmeproduktion und Wärmeverteilung optimiert und neue Systeme zur Erhebung von Umwelt- und Energieverbrauchdaten eingesetzt.

Südtiroler Bautenlandesrat Christian Tommasini wurde am 13. Juni mit Ressortdirektor Paolo Montagner vom Baustellen-Team durch die Baustelle geführt, begleitet von Wohnbauinstitutspräsident Heiner Schweigkofler und seinem Stellvertreter Primo Schönsberg, WoBI-Direktor Wilhelm Palfrader und Verwaltungsratsmitglied Manuela Paulmichl, Ingenieur Gianfranco Minotti und Architektin Melitta de Fonzo.

Es sei dies, lobte Landesrat Tommasini bei der Baustellenbesichtigung, ein bedeutendes und innovatives Beispiel von energetischer Sanierung an veralteten Infrastrukturen. Dank der Investitionen der Landesverwaltung und der Kompetenz des WoBI könnten innovative Konstruktionstechniken von höchstem Standard zum Wohle der Bürger angewandt werden. Dieser Einsatz, unterstrich Landesrat Tommasini, sei keineswegs selbstverständlich. WoBI-Präsident Schweigkofler verwies darauf, dass die Sanierungsarbeiten durchgeführt werden, während die Bewohner in den Wohnungen bleiben. Diese wurden vorab informiert und stehen in ständigem Austausch mit dem Wohnbauinstitut und der Baufirma. Nach der Sanierung, erklärte Ingenieur Minotti vom WoBI, sinkt der Energieverbrauch von derzeit 180 Kilowattstunden pro Quadratmeter pro Jahr auf 20 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr. Für die Wiedergewinnung der Dachgeschosse werden innovative Techniken eingesetzt, mit vorgefertigten Lamellen und Wänden aus Holz aus dem Fleimstal.

Die Projekte sehen die energetisch-architektonische Sanierung einiger Gebäude des Wohnbauinstitutes in Bozen vor, die Mitte der 1970er-Jahre gebaut wurden, und zwar in der Brescia-Straße 1, 3 und 5 und in der Cagliari-Straße 10 und 10A; es sind dies 106 Wohnungen plus zehn Wohnungen, die aus der Wiedergewinnung der Dachböden entstehen. Die Arbeiten haben im Oktober begonnen und müssten voraussichtlich im Juni kommenden Jahres abgeschlossen sein. Zudem werden in der Palermo-Straße die 38 Wohnungen mit den Hausnummern 74, 76, 78 und 80 saniert; in dieses Projekt wird auch das Projekt zur energetischen und architektonischen Sanierung für die zwei Gebäude in der Mailandstraße 101 (zwölf Wohnungen und fünf Geschäfte) und 103 (sieben Wohnungen) eingebunden, das zwar nicht Teil des Projektes "Sinfonia" ist, aber die Arbeiten vervollständigt. Außerdem werden 59 Wohnungen in der Similaunstraße 10, 12 und 14 saniert. In der kommenden Woche wird der Vertrag für die Baustellen in der Similaunstraße unterzeichnet, berichtete Ingenieur Minotti; außerdem beginnen die Ausschreibungen für die Sanierungsarbeiten in der Palermo- und Similaunstraße.

Nach Fertigstellung der Arbeiten sieht das europäische Projekt "Sinfonia" eine Überwachung des energetischen Verbrauches für den Zeitraum von einem Jahr vor. Diese Phase wird von der Europäischen Akademie Eurac in Bozen überwacht.

mac


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