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Dolomitenpässe neu er-fahren: Nachhaltiges Bergerlebnis an neun Tagen

#DOLOMITESVIVES - unter diesem Leitmotiv ist das Sellajoch an neun Sommertagen nur nachhaltig erreichbar. Es gibt ein lebendiges Kultur- und Kulinarik-Programm.

"An neun Tagen ist das Sellajoch nachhaltig erreichbar - dazu gibt es ein lebendiges Kultur- und Kulinarik-Programm unter dem Motto #DOLOMITESVIVES", sagten Mussner, Theiner, Gilmozzi und Pappaladro (FOTO:Roman Clara - www.provinz.bz.it/news)
Zoomansicht "An neun Tagen ist das Sellajoch nachhaltig erreichbar - dazu gibt es ein lebendiges Kultur- und Kulinarik-Programm unter dem Motto #DOLOMITESVIVES", sagten Mussner, Theiner, Gilmozzi und Pappaladro (FOTO:Roman Clara - www.provinz.bz.it/news)

Mit #DOLOMITESVIVES, was auf Ladinisch „lebendige Dolomiten“ bedeutet, beginnt am 5. Juli für die Dolomitenpässe eine neue Ära. Die Aktionen zu #DOLOMITESVIVES wurden am 15. Mai in Bozen vorgestellt. Neunmal ist im Juli und August die Passstraße aufs Sellajoch jeweils am Mittwoch von 9 bis 16 Uhr für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor gesperrt. Auf den Straßen unterwegs sein dürfen dann nur mehr elektrobetriebene Fahrzeuge, Fahrräder und Fußgänger sowie die Busse des öffentlichen Personennahverkehrs und die Materialtransporter der Steinbrüche.

„Vielleicht ist es nur ein erster Schritt, aber manchmal ist gerade der erste Schritt der schwierigste. Ob es noch weitere geben wird, werden wir sehen, aber dazu wollen wir auf jeden Fall die Ergebnisse der Pilotphase abwarten“, sagte Umweltlandesrat Richard Theiner. „Betonen möchte ich außerdem, dass es uns nicht um Fahrverbote geht, sondern um eine umweltfreundliche und nachhaltige Mobilität, die sich für die Wirtschaft langfristig nicht als Nachteil, sondern als Vorteil erweisen wird. Denn vergessen wir nicht, dass jährlich rund 1,2 Millionen Fahrzeuge auf den Pässen rund um den Sella unterwegs sind, das sind im August durchschnittlich 2.300 Fahrzeuge pro Tag.“

„Wir sind stolz auf diese Initiative, die auf einer Machbarkeitsstudie, einem spezifischen Gesetz und dem Austausch zwischen zwei Provinzen, mehreren Gemeinden und vielen Organisationen, vor allem im Tourismusbereich beruht“, unterstrich sein Trentiner Amtskollege Mauro Gilmozzi. „Die Provinz Trient hat für für die nachhaltige Mobilität auf den Pässen eine ganze Reihe von Maßnahmen im öffentlichen Personennahverkehr gesetzt“, sagte Gilmozzi. „Ziel ist eine integrierte Mobilität, die die Provinzen und Gemeinen angleichen und zusammen programmieren“, hob Gilmozzi hervor.

Für das Sellajoch jedenfalls gibt es diesen Juli und August bereits abgestimmte Aktionen. Als konkrete Schritte nannte Mobilitätslandesrat Florian Mussner  den Ausbau der Busverbindungen auf den Dolomitenpässen. Zwei Buslinien seien eigens für die emissionsfreien Mittwoche eingerichtet worden, und zwar eine Linie von Plan de Gralba bis zum Sellajochhaus (alle 15 Minuten) und von Corvara zum Sellajochhaus (stündlich) auch eine Anbindung an das Fasstal ist gegeben. Laut Mussner gibt es auch drei Anpassungen an den Straßen selbst, und zwar vor allem für die Sicherheit. So wird ab 26. Mai der Parkplatz auf Plan de Gralba zu einem Buswendeplatz angepasst und im Kreuzungsbereich „Miramonti“ wird eine Wendemöglichkeit für Pkws errichtet. Für eine geeignete Bus-Wendefläche beim Sellajoch-Schutzhaus ist die Eintragung in den Bauleitplan erfolgt. „Unser nun begonnenes gemeinsames dynamisches Mobilitätskonzept mit mehr emissionsarmen Bussen, alternativen Verkehrsmitteln wie E-Bikes oder Elektroautos wollen wir weiter ausbauen und auch die Seilbahnen mehr nutzen“, betonte Mussner.

„Die erste Etappe für das dynamische Konzept und für einen neuen nachhaltigen Er-Lebensstil für die Dolomitenpässe unter dem Leitmotiv #DOLOMITESVIVES ist am 5. Juli“, kündigte Marco Pappalardo, der frühere Leiter der Kommunikationsabteilung von IDM an. „Mit Veranstaltungen rund um die Küche, Musik und Geschichten der Dolomiten können alle die Bergwelt auf besondere Weise und mit allen Sinnen erleben, wobei die Tourismusorganisationen von Gröden, Alta Badia und Val di Fassa die Organisation der Veranstaltungen übernehmen“, sagte Pappalardo. So gibt es eine „Taste tour“ mit Leckerbissen aus regionalen Zutaten von Sterneköchen zubereitet auf sechs Hütten (Alta Badia) ebenso wie geführte Wanderungen und Treffen mit Persönlichkeiten aus dem Dolomitengebiet (Gröden) und Konzerte mit lokalen Musikern (Val di Fassa). Jede Themenveranstaltung findet an drei Aktionstagen statt. Zudem verweist ein permanentes Laboratorium der Stiftung Unesco-Weltnaturerbe Dolomiten und des Museums Muse (Rovereto) auf die Geschichte und Besonderheit der Dolomiten.

Theiner, Mussner und Gilmozzi bedankten sich bei den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden, bei der Kommunikationsabteilung von IDM, bei den Tourismus-, Wirtschafts- und Umweltverbänden und bei allen, die in den Arbeitsgruppen mitgemacht haben, um #DOLOMITESVIVES auf den Weg zu bringen.

Mehr Informationen zu #DOLOMITESVIVES gibt es in Kürze auf einer eigenen Webseite.

https://we.tl/rjGDiaWiSh 
Video zur Vorstellung von #DOLOMITESVIVES

https://we.tl/8fZxvhmuRD 
Interview mit LR Richard Theiner

https://we.tl/A8D3CmCTp0 
Interview mit LR Florian Mussner

https://we.tl/j3ESCyPJD8 
Interview mit LR Florian Mussner (lad.)

https://we.tl/6ZFo3BHiNM
Interview mit Ass. Mauro Gilmozzi (it.)

https://we.tl/uYQ8hAcsof 
Interview mit Marco Pappalardo

https://we.tl/0tEWgrd5w6 
Audiodateien (mp3)

(SAN)


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