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Bozen: Optimale Nutzung der Müllverwertungsanlage

Die Südtiroler Landesregierung beschließt Vereinbarung mit der Gemeinde Bozen und der Provinz Trient.

Die Vereinbarung sieht vor, dass die Provinz Trient ab 1. Jänner 2017 jährlich 15.000 bis 20.000 Tonnen gemischte Siedlungsabfälle an die Müllverwertungsanlage in Bozen liefern darf. Dem Anlagenbetreiber Eco-Center AG wird für die Verarbeitung dieses Mülls ein Preis von 101,00 Euro pro Tonne anerkannt. Die Vereinbarung hat eine Dauer von fünf Jahren und kann um weitere fünf Jahre verlängert werden.

Die Müllverbrennungsanlage behandelt jährlich rund 115.000 Tonnen Abfälle, von denen ungefähr 30.000 Tonnen von den Betrieben erzeugt werden und als  hausmüllähnlicher Abfall einzustufen ist. Die restlichen 85.000 Tonnen sind Hausabfälle.

"Mit der heutigen Entscheidung für eine nachhaltige Nutzung der Müllverwertungsanlage in Bozen gehen eine Verbesserung der Abgaswerte und eine Steigerung der Wärmeproduktion einher", erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher.

"Die bessere Auslastung der Bozner Müllverwertungsanlage bringt für die Stadt Bozen ökologische und finanzielle Vorteile", betonte Umweltlandesrat Richard Theiner. "Zum ersten, weil dadurch mehr Fernwärme produziert wird und somit vermehrt auf fossile Brennstoffträger in den Heizungsanlagen der Bozner Stadtbevölkerung verzichtet werden kann, und zum zweiten, weil Bozen eine höhere Standtortzulage bekommt, die von 325.000 Euro auf über 900.000 Euro pro Jahr angehoben wird."

Die erzielte Vereinbarung baut auf folgenden Eckpfeilern der Südtiroler Abfallpolitik auf: Nachhaltige und sparsame Nutzung von Rohstoffen; Abfallvermeidung; Abfalltrennung und Wiederverwertung; umweltschonende energetische Nutzung des nicht verwertbaren Restmülls insbesondere für die Produktion von Wärme/Kühle und elektrischer Energie sowie Ablagerung möglichst geringer Müllmengen in Deponien.

Davon ausgehend beauftragte die Landesregierung Landesrat Richard Theiner, mit der Stadt Bozen und der Provinz Trient eine Vereinbarung abzuschließen. Diese sieht vor, dass die Provinz Trient pro Jahr zwischen 15.000 und 20.000 Tonnen an die Müllverbrennungsanlage Bozen liefern darf. Diese Menge entspricht 11,5 Prozent der Auslastungskapazität der Anlage beziehungsweise zwei bis drei LKWs pro Tag.

"Der Beschluss der Landesregierung geht von der Überlegung aus, dass die Müllverbrennungsanlage in Bozen aufgrund der technischen Ausstattung und der bestehender Kapazitäten optimal zu nutzen ist, dass aber die bestehenden Kapazitätsgrenzen nicht erhöht werden dürfen", betonte Landesrat Theiner. "Weiters ist zu berücksichtigen, dass in erster Linie der Hausmüll zu verwerten ist, der auf dem Gebiet der Provinz Bozen anfällt. Dann die hausmüllähnlichen Abfälle, die innerhalb der Landesgrenzen produziert werden und schließlich der aus der Provinz Trient stammende Hausmüll, der natürlich auch unseren Qualitätsstandards entsprechen muss."

FP


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