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Entwicklungsprogramm ländlicher Raum: Regionalität und Vielfalt

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum 2007 - 2013 dankte Landesrat Schuler den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Erfolgreicher Abschluss des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum 2007-2013: LR Schuler (3.v.re.), Abteilungsdirektor Pazeller (5.v.li), Direktor der Zahlstelle Torresani (2.v.re.), Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Foto: LPA/Maja Clara
Zoomansicht Erfolgreicher Abschluss des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum 2007-2013: LR Schuler (3.v.re.), Abteilungsdirektor Pazeller (5.v.li), Direktor der Zahlstelle Torresani (2.v.re.), Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Foto: LPA/Maja Clara

"Wir haben", unterstrich Agrarlandesrat Arnold Schuler bei einem abschließenden Treffen mit allen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, "trotz hoher Wellen das Boot sicher ans Ziel gebracht". Vielen, führte er aus, sei nicht bewusst, wieviel an Einsatz und Arbeit nötig sei, bis die Landwirte das Geld auf ihren Konten haben. Mit dem Programm zur Entwicklung des ländlichen Raumes werden die beiden Eckpfeiler Regionalität und Vielfalt unterstützt. "Unser Ziel", betonte Landesrat Schuler, "ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft und Forstwirtschaft in Südtirol zu fördern und die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressourcen zu gewährleisten".

Mehr als 330 Millionen Euro waren im Fördertopf der ländlichen Entwicklung im Zeitraum 2007- 2013 für Südtirol vorgesehen und konnten zu annähernd 100 Prozent an die Beitragsempfänger ausbezahlt werden. Vor kurzem ist aus Brüssel die offizielle Mittelung eingetroffen, dass das Programm als abgeschlossen betrachtet werden kann und der geschuldete EU-Restbeitrag an die Provinz Bozen rückerstattet wird.

Den größten Anteil nehmen dabei die Umweltprämien und Ausgleichszulagen ein, wofür 204,6 Millionen an kofinanzierten Mitteln und weitere 96 Millionen an reinen Landesmitteln ausgegeben wurden.

Für die Unterstützung der Junglandwirte bei der Hofübernahme wurden mehr als 18 Millionen ausgeschüttet. Im Bereich der Modernisierung der landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäude, Verbesserung des wirtschaftlichen Wertes der Wälder, Erhöhung der Wertschöpfung der land- und forstwirtschaftlichen Erzeugnisse und Verbesserung der land- und forstwirtschaftlichen Infrastruktur wurden Investitionen in der Höhe von 151 Millionen Euro getätigt. 

Für die Diversifizierung im Urlaub auf dem Bauernhof, Förderung des Fremdenverkehrs, Förderung der Dienstleistungseinrichtungen zur Grundversorgung für die ländliche Wirtschaft und Bevölkerung und Erhaltung und Verbesserung des ländlichen Erbes im Umweltbereich wurden weitere 40 Millionen Euro an Investitionen getätigt, die der Bevölkerung und Wirtschaft im ländlichen Raum zugute kommen. 

Für die verschiedenen Leadermaßnahmen der vier Leadergebiete in Südtirol wurden Projekte in der Gesamthöhe von 15 Millionen Euro realisiert und ausbezahlt. Leader (Liaison entre actions de développement de l’économie rurale, Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, mit dem modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden.

Die Förderung des ländlichen Raums ist die zweite Säule der Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik GAP; sie sieht für die Mitgliedstaaten EU-Mittel vor, die sie auf nationaler oder regionaler Ebene im Rahmen mehrjähriger kofinanzierter Programme verwenden können. Sie ergänzt die erste Säule, das System der Direktzahlungen an landwirtschaftliche Betriebe und die Maßnahmen zur Verwaltung der Agrarmärkte. Die Förder-Leitlinien der GAP werden in der Regel alle sieben Jahre beschlossen und richten sich nach den mehrjährigen Haushaltsplänen der EU.

(mac)


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