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SOLAR TIROL: Entdecke das solare Potenzial an deinem Standort!

In der Energiestrategie des Landes „Tirol 2050 energieautonom“ wird die Nutzung erneuerbarer Energien forciert. Eine Informationsgrundlage über die sinnvoll nutzbaren Solarpotenziale bietet das EU-geförderte Projekt SOLAR TIROL.

LR Johannes Tratter (Bildmitte) informierte heute gemeinsam mit NHT-GF Hannes Gschwentner (re.) und Manfred Riedl (Leiter Landesstatistik und TIRIS) über den innovativen Online-Kartendienst unter www.tirolsolar.at
Zoomansicht LR Johannes Tratter (Bildmitte) informierte heute gemeinsam mit NHT-GF Hannes Gschwentner (re.) und Manfred Riedl (Leiter Landesstatistik und TIRIS) über den innovativen Online-Kartendienst unter www.tirolsolar.at

Von 2012 bis 2015 wurden relevante Daten erfasst und berechnet, daraus wurde eine umfangreiche Solarkartierung des gesamten Landes erstellt. „Erwartungsgemäß hat sich die Energiegewinnung auf Hausdächern als besonders interessant erwiesen, hier gibt es ein großes Potenzial nutzbarer Flächen“, weiß LR Johannes Tratter: „Wer die natürliche Energie der Sonne bereits bei der Ausrichtung eines Gebäudes berücksichtigt, profitiert! Interessant sind die Daten daher besonders für professionelle Planerinnen und Planer, aber auch generell für Tirolerinnen und Tiroler, die Interesse an den Möglichkeiten einer Solarenergie-Nutzung ihrer Dachflächen haben“.

Die Berechnungen der Nutzungspotenziale für Solarenergie wurden für alle Hausdächer in Tirol vorgenommen. Mit der soeben erfolgten Freischaltung unter  www.tirolsolar.at steht ab sofort eine für jede Adresse und jedes Grundstück auffindbare und überschaubar aufbereitete Datensammlung für 3,5 Millionen Eignungsflächen auf Tiroler Hausdächern (Datenstand 2012/13) bereit. Zudem können mit kurzen Wartezeiten Simulationen der Sichtbarkeit der Sonnenbahn und der Solarenergiepotenziale für jeden Standort in Tirol online erstellt werden.

Auch Tirols größter gemeinnütziger Wohnbauträger, die Neue Heimat Tirol, setzt voll auf Photovoltaik. „Alle unsere neuen Gebäude werden in modernster Passivhausqualität errichtet und erfüllen dadurch die höchsten energetischen und ökologischen Standards. Die Ausstattung mit Photovoltaik ist dabei ein zentraler Eckpfeiler. Zudem rüsten wir im Rahmen der Sanierungen bereits bestehende Wohnhäuser um“, informiert NHT-GF Hannes Gschwentner. Ein Pilot-Projekt läuft derzeit in Innsbruck. Über eigene Photovoltaik-Kollektoren am Dach soll die Beleuchtung von insgesamt 8.000 Tiefgaragenplätzen umgestellt werden. „Im Sinn unserer Nachhaltigkeitsstrategie beziehen wir bei der Aufstockung eines Wohnhauses in Innsbruck die Wohnungen selbst mit ein. Dabei wird jede Wohneinheit direkt mit einem auf dem Dach montierten PV-Kollektor über eine eigene Stromleitung verbunden. Damit kann dann der Warmwasserboiler oder die Heizung unterstützt werden.

Öffentliche Anwendung über Solarpotenziale in Tirol

Projektleiter Manfred Riedl (Leiter Landesstatistik und TIRIS) beschreibt die in dieser Form wohl erstmals öffentlich zugängliche Simulation der Solarpotenziale: „Der Benutzer kann durch Auswahl einer Gemeinde rasch auf sein Zielgebiet fokussieren. Dort kann weiter nach Adressen und Grundstücken gesucht und detaillierte Informationen zu den Eignungsflächen für Solarenergienutzung abgerufen werden. Die einzelnen Schritte der Anwendung führen weiter bis zur Berechnung der Werte der Solarstrahlung sowie der Sonnenscheindauer am gewählten Standort.“ Weiters werden Ansichten mit kartografischen Darstellungen von Solarpotenzialen wie der atmosphärisch korrigierten Solarstrahlung nach Jahreszeiten und der möglichen Sonnenscheindauer an bestimmten Tagen im Jahreslauf angeboten. Alle diese Werte für einen ausgewählten Standort werden auf Knopfdruck angezeigt.

Die Tiroler Landesregierung hat zu Jahresbeginn den Auftrag an die Tiroler Unternehmen General Solution Steiner in Landeck und STEPS eU aus Volders  erteilt, in einer öffentlichen Internet-Anwendung diese Datenbank für individuelle Anfragen zugänglich zu machen. Geleitet wurde das innovative Projekt vom Tiroler Rauminformationssystem tiris. LR Tratter: „Ich danke allen an den Vorarbeiten sowie an der Realisierung dieses innovativen Projekts beteiligten Expertinnen und Experten für ihren erfolgreichen Einsatz!“

Eva Horst Wundsam

Mehr Informationen unter: http://www.europaregion.info/de/solar-tirol.asp


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