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Weltwassertag 2016

Der Weltwassertag am 22. März wurde 1993 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung des Wassers für die Menschheit hinzuweisen. Der diesjährige Weltwassertag steht unter dem Motto „Wasser und Arbeitsplätze“.

LHStv Josef Geisler will den Wasserreichtum zum Wohle der Tiroler Bevölkerung nutzen und damit Arbeitsplätze sichern und schaffen
Zoomansicht LHStv Josef Geisler will den Wasserreichtum zum Wohle der Tiroler Bevölkerung nutzen und damit Arbeitsplätze sichern und schaffen

„Wasser ist Tirols wichtigster Bodenschatz. Wir nutzen es als Lebensmitteln, für die Wasserversorgung, als Rohstoff und Betriebsmittel in der Wirtschaft und vor allem auch für die Energieerzeugung. Unser Wasserreichtum ist von großer Bedeutung für den Lebensraum sowie den Tourismus- und Wirtschaftsstandort. Tausende Arbeitsplätze in unserem Land sind unmittelbar mit dem Wasser verbunden“, hebt LHStv Josef Geisler, der in der Landesregierung sowohl für Wasser- und Energierecht als auch für die Wasserwirtschaft zuständig ist, hervor.

Für Leitbetriebe wie Swarovski, Plansee oder die Biochemie sind die Verfügbarkeit von Wasser und die Wasserkraft ein entscheidender Standortfaktor. Für viele kleinere Betriebe in den Tälern Tirols leistet günstige Energie aus eigener Kleinwasserkraft einen wichtigen Beitrag dazu, dass sie  im wirtschaftlichen Wettbewerb bestehen können. „Es ist unsere Aufgabe, die Ressource Wasser bestmöglich und zum Wohle der Tiroler Bevölkerung zu nutzen, für kommende Generationen zu erhalten und unsere Gewässer vor Verunreinigungen zu schützen“, fasst LHStv Josef Geisler zusammen.

20.000 Arbeitsplätze durch Energieunabhängigkeit

Wasser ist auch die zentrale Ressource in der Energiewende. „Ohne die Wasserkraft werden wir das Ziel der Energieautonomie nicht erreichen“, verweist Geisler auf den notwendigen Ausbau der Wasserkraft. Und welche positiven wirtschaftlichen Effekte die Energiewende auf Tirol hat, untermauert eine aktuelle Studie der Wirtschaftskammer Tirol. „Die Energieunabhängigkeit bringt 20.000 Arbeitsplätze und 2,3 Milliarden Euro Wertschöpfung“, zitiert Geisler.

Hochwasserschutz sichert Arbeitsplätze

Wasser kann in Form von Hochwasser aber auch eine Bedrohung sein und sowohl den Siedlungsraum als auch Arbeitsplätze gefährden. „Mit dem Hochwasserschutz im Unterinntal wollen wir in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden 360 Hektar Siedlungs- und Gewerbegebiet hochwassersicher machen und damit Betriebsstandorte und Arbeitsplätze langfristig absichern“, erklärt Geisler. Grundsätzlich sei Hochwasserschutz die Voraussetzung für die Siedlungs- und Wirtschaftsentwicklung.

Sichere Trinkwasserversorgung und Abwasserreinigung

Gemeinden, Verbände, Genossenschaften und kommunale Betriebe sorgen in Tirol für einwandfreie öffentliche Trinkwasserversorgung und effiziente kommunale Abwasserentsorgung. So bietet auch die Siedlungswasserwirtschaft zahlreiche Arbeitsplätze. Allein in den 53 kommunalen Kläranlagen kümmern sich 300 Personen um eine einwandfrei funktionierende Abwasserreinigung und leisten so einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Gewässer. Dazu kommen noch Hunderte MitarbeiterInnen, die das Funktionieren von Abwasserkanäle und der Trinkwasserversorgung sicherstellen.

Mit einem Anschlussgrad von 97 Prozent an die kommunale Abwasserentsorgung und 96 Prozent an die öffentliche Trinkwasserversorgung ist Tirol auf einem äußerst hohen Niveau in der Siedlungswasserwirtschaft. In Tirol sind knapp 15.000 Kilometer Leitungen verlegt – davon entfallen rund 8.500 Kilometer auf die kommunale Abwasserentsorgung und ca. 6.400 Kilometer auf die öffentliche Trinkwasserversorgung.

 

Fact Box Wasser in Tirol

  • 11.000  Quellen
  • 1.000 Wasserkraftanlagen
  • 1.100 betriebene Grundwasser-Wärmepumpen
  • 135 betriebene Kühlwasseranlagen
  • 760 öffentliche Wasserversorgungsanlagen
  • 53 kommunale Kläranlagen
  • 140 Beschneiungsanlagen

Christa Entstrasser-Müller


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