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Gemeinsame Führungsstrategie für UNESCO-Welterbe Dolomiten

Die Unversehrtheit des Gutes zu schützen und seine außergewöhnlichen Eigenschaften zu erhalten, ist das Ziel der Gemeinsamen Führungsstrategie für das Dolomiten UNESCO Welterbegebiet. Diese hat die Südtiroler Landesregierung in ihrer heutigen Sitzung (26. Jänner) genehmigt.

Die Unversehrtheit des Gutes zu schützen ist das Ziel der Gemeinsamen Fühungsstrategie für das Dolomiten UNESCO Welterbegebiet, die heute von der Landesregierung genehmigt wurde; im Bild der Heiligkreuzkofel im Gadertal.
Zoomansicht Die Unversehrtheit des Gutes zu schützen ist das Ziel der Gemeinsamen Fühungsstrategie für das Dolomiten UNESCO Welterbegebiet, die heute von der Landesregierung genehmigt wurde; im Bild der Heiligkreuzkofel im Gadertal.

Die Erstellung einer Gemeinsamen Führungsstrategie ist eine Auflage der UNESCO aus dem Jahr 2009, als das Welterbekomitee der UNESCO die Dolomiten in die Welterbeliste eingetragen hat. "Mit diesem strategischen Dokument soll gewährleistet werden, dass der außergewöhnliche, universelle Wert des Dolomiten UNESCO Welterbes erhalten bleibt und seine Unversehrtheit geschützt wird", erklärt der zuständige Landesrat Richard Theiner.

Ausgearbeitet wurde die Strategie von der Stiftung Dolomiten UNESCO in Zusammenarbeit mit den Provinzen und Regionen des Welterbegebietes. Das Dokument beinhaltet auch die Strategie für einen nachhaltigen Tourismus für das gesamte Welterbegebiet, ebenfalls eine Auflage der UNESCO. In das Dokument eingeflossen sind verschiedene Grundlagenstudien zum Tourismus und zur Mobilität, eine Studie zur Tragfähigkeit des Welterbegebietes sowie die Ergebnisse der Diskussionsrunde "Dolomiten 2040" (elf Treffen über das Welterbegebiet verteilt mit Vertretern der verschiedenen Interessensgruppen im Sommer 2015). In Südtirol wurde die Gemeinsame Führungsstrategie auch mit der Permanenten Arbeitsgruppe für das Dolomiten UNESCO Welterbe diskutiert.

Am 21. Dezember 2015 hat der Verwaltungsrat der Stiftung Dolomiten UNESCO die Gemeinsame Führungsstrategie genehmigt, heute (26. Jänner) hat sich die Südtiroler Landesregierung damit befasst. "In der Strategie ist auch die Vision definiert, auf die hingearbeitet wird, nämlich ein gemeinsames Welterbe, für dessen Erhaltung und nachhaltige Entwicklung sich alle, Bevölkerung und Gäste, verantwortlich fühlen". Dieses Ziel soll, so Theiner, über vier Schlüsselthemen erreicht werden, denen jeweils strategische Ziele sowie konkrete Maßnahmen zugeordnet sind.

Das Schlüsselthema "Erbe-Patrimonio" entspricht dem aktiven Schutz der landschaftlichen und geologischen Besonderheiten  und beinhaltet auch die nachhaltige Führung und Planung der Gebiete sowie die Förderung von interdisziplinären Forschungsprojekten. Beim Schlüsselthema "Erfahrung-Esperienza" geht es um die Aufwertung der Erfahrbarkeit für Besucher im Sinne des nachhaltigen Tourismus, um eine verbesserte Lenkung der Besucherflüsse, die Förderung der nachhaltigen Mobilität und die einheitliche Präsentation des Welterbes. Mit dem Schlüsselthema "Gemeinschaft-Comunità" ist die Förderung des Bewusstseins der lokalen Bevölkerung für das Welterbegebiet gemeint, die Verstärkung des kulturellen Austausches und die Aufwertung der lokalen Produkte. Das Schlüsselthema "System-Sistema" schließlich behandelt die Koordinierung und Vernetzung der Aktivitäten und damit die Zusammenarbeit zwischen Behörden, Organisationen und anderen Akteuren im Welterbegebiet.

"Einige Maßnahmen in diesen vier Schlüsselbereichen werden bereits ausgeführt, andere sind erst geplant und werden in Zukunft umgesetzt", erklärt Enrico Brutti, geschäftsführender Amtsdirektor des Landesamtes für Naturparke, das für das UNESCO Welterbegebiet in Südtirol zuständig ist.

Nach der heutigen Genehmigung durch die Landesregierung wird die Gemeinsame Führungsstrategie von der Stiftung UNESCO an das Umweltministerium in Rom übermittelt, welches das Dokument wiederum an die UNESCO weiterleitet.

mpi


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