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Erste UNESCO Welterbeterrasse am Strudelkopf eingeweiht

Die erste Welterbeterrasse für das gesamte Dolomiten UNESCO Welterbegebiet wurde heute (27. August) am Strudelkopf in Anwesenheit von Landesrat und Stiftungspräsident Richard Theiner aus Südtirol eröffnet. Federführend bei der Verwirklichung war das Landesamt für Naturparke der Autonomen Provinz Bozen.

Die erste Welterbeterrasse für das gesamte Dolomiten UNESCO Welterbegebiet (im Bild v.r.): Amtsdirektor Brutti, Bgm. Bocher, LR Theiner, Erwin Steiner, Bgm. Mittermair, Renato Sascor vom Landesamt für Naturparke und Geologe Piero Gianolla
Zoomansicht Die erste Welterbeterrasse für das gesamte Dolomiten UNESCO Welterbegebiet (im Bild v.r.): Amtsdirektor Brutti, Bgm. Bocher, LR Theiner, Erwin Steiner, Bgm. Mittermair, Renato Sascor vom Landesamt für Naturparke und Geologe Piero Gianolla
Für die Architektur der neuen Welterbeterrasse zeichnet der Rittner David Messner verantwortlich.
Zoomansicht Für die Architektur der neuen Welterbeterrasse zeichnet der Rittner David Messner verantwortlich.

Die erste Welterbeterrasse für das gesamte Dolomiten UNESCO Welterbegebiet (im Bild v.r.): Amtsdirektor Brutti, Bgm. Bocher, LR Theiner, Erwin Steiner, Bgm. Mittermair, Renato Sascor vom Landesamt für Naturparke und Geologe Piero Gianolla.

Stiftungspräsident und Landesrat Richard Theiner erinnerte heute (27. August) bei der offiziellen Einweihung der "Welterbeterrasse Strudelkopf" daran, warum die Dolomiten im Jahr 2009 von der UNESCO zum Welterbe ernannt wurden: wegen ihrer geomorphologischen und geologischen Bedeutung und wegen ihrer landschaftlichen Schönheit. Und er unterstrich, dass sie als serielles Gut anerkannt wurden: "Jede der neun Teilflächen des Welterbegebietes erzählt einen Teil dessen, was die Dolomiten ausmacht", so Theiner. Das sei auch die Idee der Welterbeterrassen: "Jeder Standort steht für einen bestimmten geologischen-landschaftlichen Aspekt der Dolomiten und zusammen ergeben sie ein großes Ganzes: das Dolomiten UNESCO Welterbe."

Die Welterbeterrasse am Strudelkopf, auf 2.307 Meter Seehöhe, mitten im Naturpark Fanes-Sennes-Prags ist die erste von insgesamt 20 Welterbeterrassen, die im Dolomiten UNESCO Welterbegebiet an wenigen ausgewählten Aussichtspunkten verwirklicht werden sollen, sieben davon sind für Südtirol geplant. Dahinter steht ein Gesamtkonzept für Welterbeterrassen, das gemeinsam mit einem Prototypen im Auftrag der Stiftung Dolomiten UNESCO erarbeitet wurde, mit dem Ziel, alle neun Teilgebiete des Dolomiten UNESCO Welterbegebietes miteinander zu vernetzen. Die Terrasse am Strudelkopf war das Pilotprojekt und gilt als Vorlage für die weiteren Projekte. Mittlerweile sind auch das Belluno und Trentino mit den Arbeiten zu den ersten Welterbeterrassen in deren Provinzen gestartet.

"Die Welterbeterrasse Strudelkopf soll das Zugehörigkeitsgefühl der Bevölkerung und das Verantwortungsbewusstsein für das Dolomiten UNESCO Welterbe nachhaltig stärken", betonte Stiftungspräsident und Landesrat Theiner. "Wir haben die Pflicht, dieses wertvolle Gut für die kommenden Generationen zu erhalten." In dieselbe Kerbe schlug auch Guido Bocher, Bürgermeister von Toblach, in seinen Begrüßungsworten. "Ziel des Naturschutzes muss es sein, die Natur und die Landschaft als Lebensgrundlage für die Menschen zu erhalten", so Bocher, der sich beim den anwesenden Landesvertretern für die "gelungene Welterbeterrasse, die sich gut in die Landschaft einfügt" bedankte. Auch Friedrich Mittermair, Bürgermeister von Prags, lobte die sinnvolle Investition in diese Aussichtsplattform, die von Einheimischen wie Gästen gerne angenommen werde.

Enrico Brutti, geschäftsführender Direktor des Landesamtes für Naturparke, dankte allen Beteiligten: "Vier Landesabteilungen -Wildbachverbauung, Geologie, Straßendienst und Tiefbau - haben in einer reibungslosen Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Naturparke und gemeinsam mit den ausführenden Baufirmen zum Gelingen dieses Projekts beigetragen." Entstanden sei ein schlichtes, aber aussagekräftiges Bauwerk an einem spektakulären Aussichtspunkt, der am Übergang zwischen den Gemeinden Toblach und Prags und den Provinzen Bozen und Belluno den grenzübergreifenden Charakter des Dolomiten UNESCO Welterbes unterstreicht.

"Grundidee des Projektes ist die Schaffung eines Ortes der Begegnung mit einer Struktur, die eng mit der alpinen Umgebung verwoben ist", erklärte der Rittner Architekt David Messner, der zusammen mit seinem Vater, dem Künstler Franz Messner, im Auftrag der Stiftung Dolomiten UNESCO den Prototyp der Welterbeterrasse entwickelt hat und für die Umsetzung am Strudelkopf verantwortlich zeichnet. "Angesichts des äußerst sensiblen Kontextes habe ich von einem Hinzufügen von Körpern oder Massen zur Umgebung abgesehen. Stattdessen soll die Grenze zwischen Landschaft und Terrasse verschwinden, um einen Dialog zu schaffen."

Bergführer Erwin Steiner erklärte abschließend das großartige Gipfelpanorama, das sich von der "Welterbeterrasse Strudelkopf" aus öffnet. Zu sehen sind unter anderem die Pragser Dolomiten, das Cadini- und das Cristallo-Massiv und die Sextner Dolomiten.

mpi


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