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Das Klima von Tirol, Südtirol, Belluno: Drei Jahre Forschung abgeschlossen

Das Klima in Südtirol, in der Provinz Belluno und im österreichischen Bundesland Tirol hat das grenzüberschreitende Projekt 3PClim erforscht. Heute (26. März) wurden die Forschungsergebnisse im Beisein von Südtirols Landesrat Arnold Schuler und der Tiroler Landesrätin Ingrid Felipe vorgestellt.

Abschlusskonferenz 3PClim (v.li.): Projektleiter Zingerle, ZAMG-Direktor Staudinger, Landesrat Schuler, Landesrätin Felipe, Abteilungsdirektor Pollinger.
Zoomansicht Abschlusskonferenz 3PClim (v.li.): Projektleiter Zingerle, ZAMG-Direktor Staudinger, Landesrat Schuler, Landesrätin Felipe, Abteilungsdirektor Pollinger.
(v.li.) Abteilungsdirektor Pollinger, ZAMG-Direktor Staudinger, Landesrat Schuler, Projektleiter Zingerle, Projektsteurer Geier im Zivilschutzzentrum.
Zoomansicht (v.li.) Abteilungsdirektor Pollinger, ZAMG-Direktor Staudinger, Landesrat Schuler, Projektleiter Zingerle, Projektsteurer Geier im Zivilschutzzentrum.

Viele Bereiche des Lebens, führte Landesrat Schuler aus, orientieren sich am Wetter und brauchen die Klimatografie, etwa die Land- und Forstwirtschaft wie auch der Tourismus, die Bau-, Wasser- und Energiewirtschaft; zudem werden die Daten im Umwelt-, Katastrophen- und Zivilschutz und in der Raumordnung angewandt. "Die Beobachtung der langfristigen Entwicklung", unterstrich er, "ist wichtig - so müssen etwa auch Kulturpflanzen fit gemacht werden für den Klimawandel". Die Tiroler Landesrätin für Umwelt- und Klimaschutz Ingrid Felipe wies auf die Bedeutung der wissenschaftlichen Basis für die Erdung der politischen Diskussion hin.

Projektleiter Christoph Zingerle von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik Innsbruck berichete heute abschließend über das auf dreieinhalb Jahre angelegte Projekt, Projektsteuerer auf Südtiroler Seite war Landesmetetorologe Günther Geier: Der Großraum um Südtirol hat weltweit eines der dichtesten meteorologisch-hydrologischen Messnetze. Im Gegensatz zu den meisten Regionen gab es bisher aber keine aktuelle Beschreibung des derzeitigen Klimas. Die letzte Beschreibung des Klimas von Tirol und der angrenzenden Regionen stammt aus dem Jahre 1975 mit Daten von 1931 bis 1960. Das Klima verändert sich aber nachweislich. Deshalb braucht es eine solide Datenbasis, um verlässlichere Zukunftsprognosen zu erstellen. Alle meteorologischen Daten wurden in diesem grenzüberschreitenden Projekt zu einer gemeinsamen Grundlage zusammengeführt. Mit neuen Methoden der Fernerkundung wie Satellitenbilder, Wetterradar und Blitzortung standen auch Möglichkeiten der klimatologischen Ausarbeitung zur Verfügung, die erstmals in einer Klimatografie dieser Größenordnung angewendet werden. Als wichtige Klimaindikatoren wurden auch die Gletscher im Untersuchungsgebiet unter die Lupe genommen.

Die drei P in der Projektbezeichnung stehen für Past, Present and Perspective: Deshalb wurden Trends in Temperaturen und Niederschlag in Tirol, Südtirol und der Provinz Belluno im Zeitraum 1981 bis 2010 aufgearbeitet und Klimaperspektiven für die Zeiträume 2026 bis 2055 und 2071 bis 2100 erstellt. Ziel des Projektes war es, einen aktuellen Klimaatlas des zentralen Alpenraums zu erarbeiten. Der Landeswetterdienst arbeitete dazu mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik Innsbruck (Leadpartner) und dem Wetterdienst Arabba der Region Veneto zusammen.

Am heutigen Nachmittag wird die Konferenz bis circa 17.00 Uhr in englischer Sprache durch Präsentationen für Expertinnen und Experten fortgesetzt. Informationen zum Projekt finden sich auf der Homepage http://www.3pclim.eu/

mac


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