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Interreg-Projekt analysiert Gefahrenzonenplanung und Schutztechnologien

Im Naturgefahren-Ingenieurwesen einen Standardisierungeprozess im Bereich der integralen Planung von Schutzmaßnahmen vorantreiben: Das ist Ziel des EU-Interreg IV B-Projektes "Start it up", das sich in der Abschlussphase befindet. Die Südtiroler Landesabteilung Wasserschutzbauten ist daran beteiligt.

Mit dem Naturgefahren-Risikomanagement befasst sich ein Expertennetzwerk in einem grenzüberschreitenden Projekt; im Bild der Murgang am Suldenbach im August
Zoomansicht Mit dem Naturgefahren-Risikomanagement befasst sich ein Expertennetzwerk in einem grenzüberschreitenden Projekt; im Bild der Murgang am Suldenbach im August

Gefahrenzonenplanung und Schutztechnologien: Ein Netzwerk von Experten aus Italien, Österreich, der Schweiz. Slowenien und Frankreich nimmt in diesem Projekt eine Bewertung von Nutzen und Kosten von Risikoreduktionsmaßnahmen vor. "Auf internationaler und in jüngster Zeit auch auf lokaler Ebene", erklärt Bruno Mazzorana von der Landesabteilung Wasserschutzbauten, "wird die Kosten-Nutzen-Analyse zum unerlässlichen Instrument der wirtschaftlichen Nachweisführung: Wo früher rein argumentativ entschieden wurde, will man heute Zahlen und Indikatorenwerte als klaren Hinweis dafür, dass die mit öffentlichen Geldern getätigten Investitionen auch wirklich rentabel sind." Die Bewertungsverfahren der Effektivität von geplanten Maßnahmen sind somit auch diesem Standardisierungsprozess zu unterziehen.

Die Landesabteilung Wasserschutzbauten hat im Mai in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen ein internationales Symposion zum Thema der Bewertung von Nutzen und Kosten von Schutzmaßnahmen organisiert, an dem über 40 Experten aus allen Alpenländern teilgenommen. Dabei wurde der methodische und inhaltliche Stand der Technik  dargelegt und der Vertiefungsbedarf bei der Bewertung der Ökosystemleistungen, also der Nutzenströme einer naturnahen Landschaft, aufgezeigt. Details bei der Ermittlung der erwarteten Schadenslast konnten geklärt werden. Es besteht unter Experten ein breiter Konsens darüber, dass die quantitative Bewertung der Nutzen und Kosten geplanter Hochwasserschutzmaßnahmen fixer Bestandteil einer herangereiften Planungs- und Entscheidungskultur sind.

Anfang November wird das EU-Interreg IV B-Projekt "Start it up" im Rahmen einer Tagung in Grenoble abgeschlossen; dabei werden die Ergebnisse hinsichtlich des neuen Standes der Technik im Naturgefahrenmanagement vorgestellt.

mac

 


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