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Flüchtlinge in Südtirol: Freiwillige tauschen Erfahrungen aus

Seit mehr als einem Jahr engagieren sich viele Freiwillige in der Unterstützung der Asylantragsteller in den 14 Aufnahmeeinrichtungen des Landes sowie in der Hilfe an durchreisende Flüchtlinge an den Bahnhöfen von Bozen und Brenner. Bei einem Treffen mit der Südtiroler Landesrätin Stocker haben die Organisationen ihre Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe ausgetauscht und Verbesserungsmöglichkeiten erörtert.

Gemeinsam mit Landesrätin Stocker haben Freiwillige ihre Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe ausgetauscht und Verbesserungsmöglichkeiten erörtert - Foto: LPA/mp
Zoomansicht Gemeinsam mit Landesrätin Stocker haben Freiwillige ihre Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe ausgetauscht und Verbesserungsmöglichkeiten erörtert - Foto: LPA/mp

Erfahrungsaustausch und die Möglichkeiten einer verstärkten Zusammenarbeit, aber auch die Koordination der Freiwilligenarbeit, die Information und Kommunikation standen im Mittelpunkt eines Treffens von Vertretern der Freiwilligen, die im Rahmen einer Organisation wie die Caritas oder Volontarius, die Vinzenzgemeinschaft, dem Verein Gleis 1/Binario 1, aber auch als Einzelpersonen in der Flüchtlingshilfe in Südtirol tätig sind. Die am Treffen anwesenden Vertreter standen für die hunderten Freiwilligen, die in den verschiedenen Diensten tätig sind.

Schwerpunktthema des Treffens war der Wunsch nach mehr Informationsaustausch sowie nach einer stärkeren Koordination der Freiwilligenarbeit. „Ein gemeinsamer Bezugspunkt für freiwillige Helfer in der Flüchtlingshilfe – auch in Form einer Internetseite - würde zu einer einheitlichen und gebündelten Information beitragen“, begrüßte Landesrätin Stocker den Vorschlag der Freiwilligen. Dabei sei es mit Sicherheit sinnvoll, Fortbildungsveranstaltungen der verschiedenen Vereinigungen im Bereich der Flüchtlinge zu bündeln und allen interessierten Helfern zugänglich zu machen.

In Bezug auf die Möglichkeit gemeinnütziger Arbeitseinsätze der Asylantragsteller gelte es hingegen vonseiten der Gemeinden und der Bezirksgemeinschaften  das vorhandene Potential und den Wunsch der Asylantragsteller nach einer sinnvollen Beschäftigung besser zu nützen und gegebenenfalls die bereits geschlossenen Abkommen auszubauen.  Auch die Beschäftigungsmöglichkeiten für Asylantragsteller sollen verstärkt  kommuniziert werden, da trotz der eindeutigen Rechtslage von Seiten potentieller Arbeitgeber  immer wieder Fragen aufgeworfen werden. Besprochen wurden auch die Möglichkeiten der Stärkung der Teilnahme von Asylantragstellern an Weiterbildungen der Berufsbildung - eine wichtige Voraussetzung für die Erhöhung der Berufschancen. 

mp


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