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Spielend zum besseren Miteinander

Rollenspiel, Gefühlspantomime, Geschichtenerzählen und mehr: Spielebox für Schulklassen zur Förderung des interkulturellen Dialogs an der EURAC vorgestellt. In Südtirols Schulklassen wird die Anzahl der Jugendlichen mit Migrationshintergrund in den kommenden vier Jahren um 40 Prozent steigen, sagt das Landesamt für Statistik Astat laut einer aktuellen Erhebung voraus. Um die Auseinandersetzung mit interkultureller Vielfalt zu fördern, haben die Euregio und das EURAC-Institut für Minderheitenrecht gemeinsam mit Partnern aus der gesamten Europaregion im Projekt „Diversity4Kids“ eine Spielebox ausgearbeitet. Diese wurde mit Schulklassen aus Tirol, Südtirol, dem Trentino und Udine am Dienstag, 13. Mai, an der EURAC vorgestellt.

Diversity4Kids: Stolz auf ihr Projekt (Foto: EURAC)
Zoomansicht Diversity4Kids: Stolz auf ihr Projekt (Foto: EURAC)
Auf spielerische Weise die Vielfalt entdecken (Foto: EVTZ)
Zoomansicht Auf spielerische Weise die Vielfalt entdecken (Foto: EVTZ)
Die Schulklassen berichten von ihrer Erfahrung mit Diversity4Kids  (Foto: EVTZ)
Zoomansicht Die Schulklassen berichten von ihrer Erfahrung mit Diversity4Kids (Foto: EVTZ)
Vielfalt wertschätzen macht Spaß (Foto: EVTZ)
Zoomansicht Vielfalt wertschätzen macht Spaß (Foto: EVTZ)
Foto mit Gruppe 1 (Foto: EURAC)
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Foto mit Gruppe 2 (Foto: EURAC)
Zoomansicht Foto mit Gruppe 2 (Foto: EURAC)

Herr Einfalt mag keine Menschen, die anders sind als er. Nach langwieriger Suche findet er schlussendlich einen Wohnort, der seinen Anforderungen entspricht – an dem jedoch nur Platz für ihn allein ist. Dies ist zusammengefasst eine der elf Geschichten zum Thema Vielfalt, die in einer liebevoll gestalteten Broschüre in der Spielebox, Ergebnis des Projekts Diversity4Kids, zu finden sind. Die Geschichten stammen von Autoren, die zwischen elf und fünfzig Jahre alt sind und hauptsächlich aus Südtirol, Trentino und Tirol kommen. Sie sind auch in Form einer Audio-CD zum Hören beigelegt. Außerdem enthält die Sammlung Broschüren mit Anleitungen zu Theaterwerkstätten, kreativer Biografiearbeit und einem Rollenspiel. Allen Übungen und Spielen - wie etwa Gefühlspantomime, Erinnerungsspielen und kreative Schreib- und Erzählübungen – ist gemeinsam, dass sich die Jugendlichen sowohl ihrer eigenen Individualität versichern als auch in die Rolle anderer schlüpfen. Indem sie sich in unterschiedlichen Situationen in andere Menschen hineinversetzen, lernen die Schüler spielerisch, Unterschiede wahrzunehmen, gleichzeitig Vorurteile zu erkennen und Vielfalt wertzuschätzen. „Das Zusammenstellen und Ausarbeiten der Spiele und Übungen war für uns selbst eine sehr spannende Erfahrung. Alle Materialien haben wir auch schon bei rund hundert Einsätzen in Klassen in Tirol, Südtirol und Trentino erprobt. Es freut uns, dass wir bereits viele positive Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften erhalten haben und somit hoffentlich dazu beitragen können, die jungen Menschen auf das Leben in einer Gesellschaft der Vielfalt vorzubereiten“, resümieren Roberta Medda-Windischer vom EURAC-Institut für Minderheitenrecht und Birgit Oberkofler von der Euregio, die das Projekt Diversity4Kids gemeinsam durchführen.
Die Spielebox wird innerhalb dieses Jahres an Schulen und Bibliotheken beider Sprachgruppen in der gesamten Europaregion verteilt. Das Material ist zudem ab sofort im Internet zu finden unter: www.diversity4kids.eu 

Das Projekt „Diversity4Kids - Interkulturellen Dialog und Vielfalt mit spielerischen, interaktiven und narrativen Methoden in der Schule lernen“ wird von Interreg  IV Italien-Österreich mitfinanziert. Projektpartner sind das Zentrum für MigrantInnen in Tirol (ZeMiT), die EURAC, der EVTZ „Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino“, das „Centro  Culturale  Luciano Tavazza (CCT) per il volontariato e la partecipazione“ in Friaul-Julisch Venetien, das „Centro  informativo per l'immigrazione (CINFORMI)“ des Trentino und das Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung JUFF-Fachbereich Integration.


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