Ingrid Runggaldier

Als Person des Monats Oktober stellen wir Ihnen die gebürtige Grödnerin Ingrid Runggaldier Moroder vor, welche sich als Übersetzerin, Buchautorin und Filmemacherin mit "grenzwertigen" Themen rund um die Geschichte des Alpinismus, Emanzipation der Frauen und ethnisch-linguistische Minderheiten befasst. Wir haben mit ihr ein spannendes Interview geführt.

Frage 1) Sehr geehrte Frau Runggaldier, welchen Stellenwert haben die Berge in Ihrem Leben?

Frage 2) Welchen Einfluss hatten Ihre Eltern auf Ihre persönliche Entwicklung?

Frage 3) Wieso liegen Ihnen Themen rund um die Emanzipation der Frauen derart am Herzen?

Frage 4) Glauben Sie, dass sprachliche und ethnische Minderheiten nach wie vor bedroht sind?

Frage 5) Was bedeutet die Europaregion für Sie persönlich?

Frage 6) Welche Entwicklung erwarten Sie sich von der Europaregion?

Frage 7) Wie gehen Sie mit dem Begriff „Grenzen“ um?

Frage 8) Rateis'a che la mendranza ladina posse dé n cuntribut particuler
ala cunvivënza tla Europaregion?

 

Aktuelle Publikation: "FRAUEN IM AUFSTIEG"

AUF SPURENSUCHE IN DER ALPINGESCHICHTE

Frauen sind in der Alpingeschichte so gut wie unsichtbar, ihre Namen sind unbekannt, ihre Leistungen werden zumeist totgeschwiegen. Doch auch Frauen haben Alpingeschichte geschrieben. Dieses reich bebilderte Buch ist eine Annäherung an das Frauenbergsteigen, der Versuch, einige Leistungen von Frauen am Berg sowie deren Namen ans Licht zu bringen. Es geht vor allem der Frage nach, wer diese ersten Bergsteigerinnen waren, aus welchem gesellschaftlichen Umfeld sie kamen und welche Rolle sie im Alpinismus und Klettersport gespielt haben. Worin lagen ihre Motivationen und wie lebten sie ihre Begeisterung für das Bergsteigen? Die Dokumentation beleuchtet die Zeit der Pionierinnen von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts. Den einzelnen Alpinistinnen sind ausführliche Porträts gewidmet, so etwa Amelia Edwards, Lizzie Tuckett, Hermine Tauscher-Geduly, Maria Matilda Ogilvie Gordon, May Norman-Neruda, Jeanne Immink, Beatrice Tomasson, Hettie Dyhrenfurth, Irena Pawlewska, Paula Wiesinger Steger und Maria Piaz.

Dieses Buch zeigt, dass Frauen in den Bergen ebenso geklettert sind, ebenso Gipfel erklommen haben, ebenso neue Routen eröffnet haben wie Männer. Doch der Schritt hinauf war für Frauen zuallererst ein Schritt hinaus, ein tastendes und zusehends absichtsvolles Heraustreten aus auferlegten, starren Rollen. Von diesem Aufstieg handelt dieses Buch. Es ist eine Spurensuche: eine Suche nach Spuren von Frauen in der Alpinismusgeschichte und eine Geschichte von Spuren, die Frauen hinterlassen haben - nicht nur im Bergsteigen.

EDITION RAETIA 10/2011

Lebenslauf

  • Geboren 1963 in Bozen und aufgewachsen im Grödnertal
  • Entstammt einer vom Bergsteigen geprägten Familie
  • Universitätsstudium der Germanistik und der Anglistik in Innsbruck
  • Diverse Studienaufenthalte in England, Frankreich und den Vereinigten Staaten
  • Arbeitet seit 1997 als Übersetzerin im Südtiroler Landesamt für Sprachangelegenheiten
  • Betätigt sich nebenbei als freie Publizistin in den Sprachen Deutsch, Italienisch und Englisch
  • Mitbegründerin und Mitherausgeberin der ladinischen Frauenzeitschrift Gana. La Usc dles Ladins
  • Autorin mehrerer Radioprogramme und Fernsehreportagen, Dokumentarfilme, darunter mit Wolfgang Thomaseth „Frauen im Aufstieg“ (2002) und „Worte im Kopf“ (über die Sprachforscherin und Schriftstellerin Frida Piazza, 2004)
  • Interessiert sich für Literatur, Geschichte des Alpinismus, Frauenforschung und Minderheiten jeglicher Art
  • Im Jahr 2011 ist ihr Buch “Frauen im Aufstieg. Auf Spurensuche in der Alpingeschichte” im RAETIA-Verlag erschienen
  • Vorstandsmitglied des Frauenarchivs Bozen
  • Kulturreferentin im Alpenverein Südtirol (AVS)
  • Mitglied des Organisationskomitees des Internationalen Bergfilmfestivals in Trient

 


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