Tiroltag 2012

Tiroltag 2012: Die Zukunft des Sports im alpinen Raum (18./19.08.2012)

Erstmals wird der Tiroltag im Rahmen des Europäischen Forum Albpach von der gesamten Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino ausgerichtet. Der Sonntag beginnt, nach einer Bergtour mit Peter Habeler auf den Gratlspitz, mit einem Gottesdienst, gefolgt vom traditionellen Tiroler Empfang. Im wissenschaftlichen Teil soll die Zukunft des Sports im alpinen Raum in rechtlicher, gesundheitlicher, wirtschaftlicher und naturräumlicher Hinsicht präsentiert und die politischen Implikationen diskutiert werden.

Der Samstag steht bereits im Zeichen der JungforscherInnen aus der Europaregion, die sich für den neu gestifteten »Euregio-JungforscherInnen-Preis« bewerben können.

Programm Sonntag, 19. August 2012:

4:30 (NEU, STATT 05:00) – 8:00 Treffpunkt: Congress Centrum Alpbach
WANDERUNG AUF DEN GRATLSPITZ MIT PETER HABELER mit musikalischer Begleitung

9:00–10:00 Pfarrkirche Alpbach St. Oswald
HEILIGE MESSE

10:00–10:30 Kirchplatz Alpbach
FEIERLICHE ERÖFFNUNG DES 68. EUROPÄISCHEN FORUMS ALPBACH

10:30–11:30 Congress Centrum Alpbach /Otto-Molden-Foyer
JAUSE

11:30–14:30 Congress Centrum Alpbach / Erwin-Schrödinger-Saal
VERLEIHUNG DES »EUREGIO-JUNGFORSCHERINNEN-PREIS«
DIE ZUKUNFT DES SPORTS IM ALPINEN RAUM
u.a. mit Wissenschaftsminister Karlheinz TÖCHTERLE und den Landeshauptleuten Günther PLATTER (Tirol), Luis DURNWALDER (Südtirol) und Lorenzo DELLAI (Trentino)

14:30–15:30 Congress Centrum Alpbch / Otto-Molden-Foyer
TIROLER MARENDE

(Teilnahme kostenlos/Bitte um gesonderte Mitteilung bei Teilnahme an der Wanderung mit Peter HABELER - Neuer Start: 04:30!)

Key-notes: Die Zukunft des Sports im alpinen Raum

Georg KASER*: „ … ES WINTERS ÜBRIG HÄUFIG REGNET…“

In der key note zur „Zukunft des Sports im Alpinen Raum“ aus Sicht des Klimawandels werden Möglichkeiten der Aussagen aus Sicht der Klimaforschung den Fragen der Sporttreibenden und der Tourismuswirtschaft gegenübergestellt. Der Temperaturanstieg im Alpenraum war seit Jahrzehnten rund doppelt so stark als im globalen Mittel. Wird sich das so fortsetzen? Was machen die Niederschläge? Ein Blick auf den globalen Antrieb und mögliche regionale Ursachen kann Licht auf die Frage werfen.

Harald PECHLANER**: "Sport trifft Wirtschaft im alpinen Raum: Fünf Thesen am Beispiel der Europaregion Tirol"

Am Beispiel der Europaregion Tirol werden fünf Thesen zur zukünftigen Entwicklung des Sports im alpinen Raum in wirtschaftlicher Hinsicht präsentiert. Öffentliche und private Vorleistungen, Innovationen und Investitionen schufen günstige Rahmenbedingungen für gute Beziehungen zwischen Sport und Wirtschaft. Ebenso weist die Nachfrage nach Sportprodukten und Sportdienstleistungen eine positive Tendenz auf. Das Spannungsfeld zwischen Sport und Wirtschaft ist jedoch nicht konfliktfrei: Eine besonders große Herausforderung für den Sport im alpinen Raum stellen knapper werdende öffentliche Budgetmittel dar. Um diese Herausforderung zu meistern, Gelder gezielter einsetzen zu können und Synergien zu maximieren, wird eine Schwerpunktsetzung auf der Basis regionaler Kernkompetenzen und überregionaler Kooperation in der Europaregion andiskutiert.

Gert-Peter REISSNER***: „Outdoor-Sportarten und Wegerechte“

In der Europaregion Tirol – Südtirol – Trentino spielt der Outdoor-Sport, insbesondere der Bergsport, eine bedeutende Rolle. Aus rechtlicher Sicht stellen sich in diesem Zusammenhang verschiedene Fragen. Zunächst geht es um die Lösung von Nutzungskonflikten, also etwa um das Problem, welche Bodenflächen im alpinen Bereich in welchem Ausmaß auch gegen den Willen der Grundeigentümer oder der an ihre Stelle tretenden Nutzungsberechtigten zur Ausübung des Sports in Anspruch genommen werden dürfen. Ein Spezialproblem ist dabei die Eröffnung, Betreuung und Zurverfügungstellung von Wegen für Bergsportler. Daran anknüpfend stellen sich Haftungsfragen: Es ist zu umschreiben, ob und inwieweit Berechtigte an Grund und Boden, Wegehalter oder Sportorganisatoren für von Bergsportlern erlittene Schäden einstehen müssen.

Wolfgang SCHOBERSBERGER****: "Sport – Die Wunderdroge im 21. Jahrhundert"

„Sport“ ist ein mannigfaltig verwendeter Begriff, der aus unserem Vokabular nicht wegzudenken ist. Verbindet man begrifflich Sport mit Gesundheit, dann reichen die möglichen Assoziationen von Bewegung, Prävention, Höchstleistung bis hin zu Verletzung und Doping. Ist Sport aus medizinischwissenschaftlicher Sicht als „Wunderdroge“ anzusehen? Sport im Sinne von Bewegung und Training ist sehr wohl aus therapeutischer Sicht wirksam wie ein Medikament. Gerade in einer Zeit der dramatisch steigenden Zivilisationskrankheiten ist die körperliche Bewegung die präventive Gesundheitsmaßnahme schlechthin. Ähnlich wie bei einer Therapie gilt es auch im Gesundheitssport nicht nur die passende Sportart zu finden, sondern zudem die richtige „Dosis“ anzuwenden. Ein gesundheitstouristischer Urlaub mit Schwerpunkt auf Life-Style-Änderung könnte hier einen essentiellen Beitrag leisten.

Euregio-Jungforscherpreis 2012

Bereits am Samstag, 18. August 2012 findet der JUNGFORSCHERINNEN ARBEITSKREIS mit den acht FinalistInnen des »Euregio-JungforscherInnen-Preis der Wirtschafts- und Handelskammer der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino« statt (14:00-18:00, Congress Centrum Alpbach, Liechtenstein-Hayek-Saal):

Kategorie Sport & Gesundheit:

  • Mag. Dipl.Betriebswirtin (FH) Cornelia Blank BA (UMIT - The Health & Life Sciences University, Hall in Tirol)
    "AUSTRIAN MODERATE ALTITUDE STUDY (AMAS) III"
  • Mag. Hannes Gatterer (Universität Innsbruck)
    "RACE PERFORMANCE AND EXERCISE INTENSITY OF MALE AMATEUR MOUNTAIN RUNNERS DURING A MULTISTAGE MOUNTAIN MARATHON COMPETITION ARE NOT DEPENDING ON MUSCLE STRENGTH LOSS OR CARDIOESPIRATORY FITNESS"

Kategorie Sport & Klimawandel:

  • Ing. Hansjörg Ragg MSc (Universität Innsbruck)
    "TYROLEAN ALPS SNOW COVER SCENARIOS"
  • Dr. Karin Teichmann (Universität Innsbruck):
    "DO MOUNTAIN SPORTS TOURISTS CARE ABOUT ECOTOURISM? EXAMINING MODERATING INFLUENCES ON DEMAND OF ECOTOURISM"

Kategorie Sport & Recht:

  • Mag. Christoph Hechenblaickner (Universität Innsbruck):
    "THE LIABILITY OF DIRECTORS OF ASSOCIATIONS FOLLOWING THE AMENDMENT TO THE AUSTRIAN LAW ON ASSOCIATIONS - EFFECTS ON THE ORGANISATION OF SPORTS ASSOCIATIONS"
  • Karen Putzer (Universität Trient):
    "SKIERS' CRIMINAL LIABILITY IN CAUSING AVALANCHES"

Kategorie Sport & Wirtschaft/Technik:

  • MMag. Günther Aigner (Universität Innsbruck):
    "ON THE FUTURE OF ALPINE SKIING. SCENARIOS FOR 2025"
  • Tomáš Holienčík (Universität Innsbruck):
    "SYNERGY EVALUATION AND REALIZATION: THE CASE OF ALPINE MOUTAIN TOURISM RESORTS"

Links:

* Georg KASER, Dr.Phil Univ.Doz., ist Professor für Klima- und Kryosphärenforschung, Institut für Meteorologie und Geophysik, Fakultät für Geo- und Atmosphärenwissenschaften, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

** Harald PECHLANER, Dr., ist Inhaber des Lehrstuhl Tourismus der Katholischen Universität Einstätt-Ingolstadt sowie
Leiter des Instituts für Regionalentwicklung und Standortmanagement an der EURAC in Bozen

*** Gert-Peter REISSNER, Univ.Prof. Mag. Dr., lehrt und forscht am Institut für Arbeits- und Sozialrecht, Wohn- und Immobilienrecht und
Rechtsinformatik der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

**** Wolfgang SCHOBERSBERGER, Univ.Prof. Dr., ist Direktor des ISAG - Institut für Sport-, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus (UMIT - Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik, Hall in Tirol / TILAK - Tiroler Landeskrankenanstalten GmbH, Innsbruck)


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