Gesamttiroler Museumstag 2010

Kooperation stärken

Über 150 Museumsmitarbeiter aus Nord-, Ost- und Südtirol und dem Trentino trafen sich heute, 4. November, im Augustiner Chorherrenstift Neustift zum Informations- und Erfahrungsaustausch. Eröffnet wurde der Museumstag von Kulturlandesrätin Sabina Kasslatter Mur gemeinsam mit ihrer Tiroler Amtskollegin Beate Palfrader und ihrem Trentiner Amtskollegen Franco Panizza.

Die letzte gemeinsame Tagung der Museen des historischen Tirol ist mit 2004 schon eine Weile her. Dementsprechend groß war daher das Interesse am heutigen Gesamttiroler Museumstag, der sich mit dem zentralen Thema "Kooperationen im Museumsbereich" beschäftigte.

"Die Zusammenarbeit endet nicht an den Landesgrenzen, im Gegenteil. Im Sinne einer stärkeren Kooperation innerhalb der Europaregion Tirol unterstützen wir die Museen dabei, sich länderübergreifend zu vernetzen, um damit ihrer Aufgabe, nämlich den kulturellen Reichtum der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, noch besser gerecht werden zu können", erklärte Landesrätin Sabina Kasslatter Mur.

 

 

LRin Beate Palfrader (mitte), LRin Sabina Kasslatter Mur und LR Franco Panizza eröffneten den Gesamttiroler Museumstag in Neustift

 

Die Bedeutung der Vernetzung zwischen den Museen in der Euregio unterstrich auch Tirols Kulturlandesrätin Beate Palfrader. "Die Geschichte Tirols mit ihren Vereinigungen und Zerwürfnissen ist wie ein Patchwork, ein bunter Fleckerlteppich. Ebenso bunt fallen die verschiedenen Beziehungen zwischen den Museen aus, die nun wieder unter dem Dach der Euregio vereint sind."

In dieselbe Kerbe schlug der Trentiner Kulturlandesrat Franco Panizza: Der Kultur komme innerhalb des Euregio-Projekts eine besondere Verantwortung zu. Mit ihren vielfältigen Vernetzungsmöglichkeiten habe sie die Aufgabe, einen wichtigen Beitrag zum Wachsen und Gedeihen der Euregio zu leisten.
Nach der Einführung durch die drei Landesräte referierte Brigitte Kössner Skoff, Geschäftsführerin der international tätigen Nonprofit Organisation „Initiativen Wirtschaft für Kunst“ in Wien, über "Erfolgreiche Partnerschaften von Wirtschaft & Kultur". "In Zeiten immer knapper werdender staatlicher Kulturförderung könnten viele Kulturprojekte ohne Sponsoring nicht mehr finanziert werden. Stimmige Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Kunst sind daher gefragt. Diese wiederum erfordern neue Wege und Ideen", warb Kössner Skoff für eine Öffnung der Museen für neue Themen und Zielgruppen.

Diverse Kurzvorträge am Nachmittag beleuchteten gut funktionierende Kooperationsbeispiele im Museumsbereich in der Euregio. Ein abschließender gemeinsamer Rundgang durch das Kloster rundete das Programm des Museumstags ab, der den Museumsmitarbeitern aus Tirol, Südtirol und dem Trentino reichlich Gelegenheit bot, über die Landesgrenzen zu blicken, Informationen zu sammeln und Erfahrungen auszutauschen.


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