EVTZ und CLLD in der Europaregion

Mulitlevel-governance in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino: Zusammenarbeit EVTZ und CLLD-Regionen

Die Europaregion Tirol, Südtirol, Trentino arbeitet eng mit den CLLD Regionen zusammen, da im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit dieselben Ziele verfolgt werden: eine Stärkung der grenzüberschreitenden Kooperationen.

Die CLLD Regionen verfolgen diesen Ansatz auf lokaler Ebene, der EVTZ hingegen auf regionaler Ebene.

Beide Initiativen können durch einen Austausch von Know-how sowie einer intensiven Kooperation voneinander profitieren. So haben die CLLD Regionen ihre grenzüberschreitenden Entwicklungsstrategien in Abstimmung mit der Europaregion erarbeitet und werden nun in der laufenden Umsetzung durch das Generalsekretariat des EVTZ in Bozen unterstützt. Der Startschuss für die CLLD Regionen erfolgte im Rahmen der Sitzung der Versammlung des EVTZ Europaregion Tirol, Südtirol, Trentino am 25. Mai 2016 in Rovereto.

In einem Beschluss des EVTZ Vorstands vom 12.07.2017 wurden zusätzliche Maßnahmen zur Festigung und Weiterentwicklung der Kooperation der Europaregion Tirol und den drei CLLD Regionen festgelegt. So haben die CLLD Regionen in Zukunft die Möglichkeit, das Logo der Europaregion im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit anzuführen. Weiters wird der gegenseitige Informationsfluss über Projektaktivitäten zwischen der Europaregion und den drei Interreg Räten verstärkt und die Vertreter der Europaregion künftig bei Sitzungen der CLLD Regionen teilnehmen. Eine wechselseitige Unterstützung in der laufenden gemeinsamen Kommunikation und Kooperationen im Rahmen von Veranstaltungen und Informationsmaterialien sind weitere Maßnahmen, welche zu einem Ausbau der Zusammenarbeit beitragen werden.

INTERREG-RÄTE: europaweit Vorreiter in der Umsetzung des CLLD-Ansatzes

Der CLLD Ansatz(Community-Led Local Development) umfasst eine von der lokalen Bevölkerung getragene Entwicklung der Regionen. Den Rahmen bilden seitens der Regionen ausgearbeitete grenzüberschreitende Entwicklungsstrategien, welche sich an die Ziele der Europa 2020 Strategie anlehnen.

Das CLLD Modell verbindet erstmals gemeinsame grenzüberschreitende Strategien, gemeinsame Entscheidungen vor Ort und einheitliche Finanzierungen der definierten Regionen. Ziel ist es, einen weiteren Abbau der Grenzbarrieren in Hinblick auf die Entwicklung notwendiger Maßnahmen zur Bewältigung sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Herausforderungen unter Einbindung der Akteure vor Ort zu erwirken.

Gemäß dem Bottom-up Prinzip wird die Entscheidung der Entwicklung der grenzüberschreitenden Regionen auf die lokale Ebene verlegt.

In Tirol wird der CLLD Ansatz unter anderem im Rahmen des Interreg V-A Programmes Italien-Österreich umgesetzt. Das Interreg V-A Italien-Österreich Programm ist europaweit das erste und bislang einzige grenzüberschreitende Kooperationsprogramm, welches den CLLD Ansatz aufgegriffen und auf Programmebene implementiert hat.

Von September 2014 bis Juni 2015 wurden drei Tirol betreffende grenzüberschreitende Entwicklungsstrategien im Rahmen der Achse 4 des Interreg V-A Programmes Italien- Österreich eingereicht und genehmigt: Dolomiti Live, Wipptal und Terra Raetica.

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