Euregio-Pflegestudie

Euregio-Pflegestudie = Forschungsarbeit über Systempartner und Dienstleister im Bereich der Pflege und Betreuung

In den nächsten zwanzig Jahren wird die Anzahl pflegebedürftiger Menschen voraussichtlich doppelt so hoch sein wie heute. Folglich werden die bestehenden Leistungen und Dienste sowie die heutigen Betreuungs- und Wohnformen dieser Zunahme nicht gewachsen sein.

Der EVTZ Europaregion hat deshalb eine Forschungsarbeit veranlasst, mit der erhoben wurde, wie die Bürger und insbesondere die über 75-Jährigen in jedem der drei Länder diese Dienste in Anspruch nehmen.

Ziel der Studie war die Vertiefung dreier verschiedener Themen: Die Beschreibung der in den drei Ländern jeweils bestehenden und geplanten Interaktionen zwischen den Diensten für pflegebedürftige Senioren; Beschreibung der Faktoren, die in den drei Ländern die Netzarbeit und die Vernetzung genannter Dienste erleichtern bzw. erschweren; Analyse der Verfahren zur Erstellung der Betreuungsprogramme seitens der öffentlichen Rechtssubjekte und der in den drei Ländern zur Bestimmung der Pflegebedürftigkeit angewandten Kriterien.

Projektpartner waren die Autonomen Provinzen Trient und Bozen, das Land Tirol, der Verband der Seniorenwohnheime Südtirols (VdS) und der Landesverband der öffentlichen Fürsorgeeinrichtungen (U.P.I.P.A – Trient).

Seit einigen Jahren findet jährlich ein von den Verbänden der Seniorenwohnheime der Europaregion organisiertes Symposium statt. Im Jahr 2014 ging es dabei um die Umsetzung einiger Erkenntnisse aus der Studie. Ziel war es die Vernetzung weiter voranzutreiben. Focus der Tagung, die am 06.11.2014 in San Michele (TN) stattfand, war es daher Best-Practise-Modelle und effektive Instrumenten zur Stärkung der Netzwerke aus verschiedenen Blickwinkeln darzustellen. Dabei sollen die Vorstellungen und Wünsche des Nutzers und der Familienangehörigen im Mittelpunkt stehen. Es wurden Elemente und Strategien aufgezeigt, die es ermöglichen individuelle Lösungen zu finden und umzusetzen, um den Heimbewohnern die bestmögliche Lebensqualität zu sichern.

>> Programm 5. Symposium der Seniorenwohnheime in der Europaregion [PDF-Dokument]

Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bürger gehören zu jenen Themen, denen wir eine besondere Bedeutung beimessen. Dieses Projekt ist Ausdruck dieser Haltung.

>> Studie "Die territorialen Netzwerke der Seniorenbetreuung in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino" (gesamt)

>> Zusammenfassung zur Studie "Die territorialen Netzwerke der Seniorenbetreuung in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino" (PDF)

1) Best-practice-Beispiel „Vorsorglicher“ Zugang:
Fortschreitend eintretende Pflegebedürftigkeit (Sozial- und Gesundheitssprengel „St. Josef“ Grins - Tirol, Gottlieb Sailer)

>> Präsentation: "Stationäre und ambulante Angebote im Sprengel 'St. Josef' - Grins" (PDF)

2) Best-practice-Beispiel „Plötzlicher“ Zugang:

Traumatisch eingetretene Pflegebedürftigkeit: z.B.: Schlaganfall, etc. (ÖBPB “Zum Heiligen Dienst”, Brixen - Südtirol, Helmut Pranter)

>> Präsentation: "Beratungsstelle für Pflege und Soziales und Übergangspflege ÖBPB 'Zum Heiligen Geist' - Brixen" (PDF)

3) Best-practice-Beispiel „Späterer“ Zugang:
Plötzlich eintretender Pflegebedarf auf Grund des Zusammenbruchs vorhandener Pflegestrukturen: z.B.: Burnout eines Familienangehörigen (ÖBPB “Giovanni Endrizzi”, Lavis - Trentino – Delia Martielli)

>> Präsentation: "La Testimonianza della A.P.S.P. 'Giovanni Endrizzi' di Lavis (TN)" (PDF)

Foto: VDS/Anna Da Sacco


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