Euregio JungforscherInnen Preis 2014

Gestiftet von den Wirtschafts- und Handelskammern der Europaregion Tirol - Südtirol -Trentino

Beim Tiroltag 2014 wuden bereits zum dritten Mal NachwuchsforscherInnen aus der Europaregion Tirol ‐ Südtirol ‐ Trentino nach Alpbach eingeladen, ihre Arbeiten vorzustellen und sich mit renommierten Wissenschaftern und politischen Verantwortungsträgern direkt auszutauschen.

Jufo 2014Die FinalistInnen (v.l.n.r.): Matthias Siller (Algund, Universität Innsbruck), Alice Engl (2. Platz; Brixen, Europäische Akademie Bozen), Lucia Busatta (Trient, Universität Trient), Sibylle Puntscher (3. Platz, Bozen, Universität Innsbruck), Silvia Angerer (Schlanders, Universität Innsbruck), Michael Span (1. Platz; Fulpmes, Universität Innsbruck) Foto: EFA/Luiza Puiu

 

Die Preisträgerinnen und Preisträger

  • 1. Platz (2.000,00 Euro)

MMag. Dr. Michael Span (Fulpmes, Universität Innsbruck, Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie)

 

MMag. Dr. Michael Span analysiert in seiner historischen Dissertation das Leben des Stubaiers Michael Pfurtscheller, Kommandant des Stubaier Aufgebotes in der Revolte gegen die Bayern im Jahr 1809. Im Rahmen einer mikrohistorischen Analyse zeichnet MMag. Dr. Michael Span ein differenziertes Bild, wie die Ereignisse der Sattelzeit, der Übergangszeit zwischen Früher Neuzeit und Moderne in den Jahren zwischen 1750 und 1850, Einfluss auf Pfurtscheller und sein Umfeld nahmen.

 

 

Die weiteren Preisträgerinnen und Preisträger erhalten je einen Gutschein im Wert von 1.200,00 Euro für die Teilnahme am Europäischen Forum Alpbach 2015:

 

2. Platz

 







Alice Engl, PhD (Brixen, Europäische Akademie Bozen, Institut für Minderheitenrecht)

 

Frau Alice Engl, PhD setzt sich im Rahmen ihrer Arbeit „Developing Transnational Governance and Integration in Border Regions: The European Region Tyrol-South Tyrol-Trentino in a Comparative Perspective“ mit dem Rechtsinstrument EVTZ (Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit) auseinander, in dem sie die verschiedenen Institutionalisierungsprozesse gegründeter EVTZs miteinander vergleicht und in ein theoretisches Konzept gießt. Im Speziellen werden der EVTZ „Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino“ mit den EVTZs Lille‐Kortrijk‐Tournai (Frankreich-Belgien), Ister-Granum (Ungarn-Slowakei) und der Pyrenees‐Mediterranean Euroregion (Frankreich-Spanien) verglichen um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten. In ihrer Arbeit zeigt Alice Engl des Weiteren welchen Fortschritt die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino durch die Institutionalisierung im Rahmen eines EVTZ erzielen konnte und worin mögliche Risiken einer Stagnation bestünden.

 

3. Platz




MMag. Dr. Sibylle Puntscher (Bozen, Universität Innsbruck, Institut für Wirtschaftstheorie, Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsgeschichte)

 

Dr. Sibylle Puntscher erforscht in ihrer Arbeit „Social Capital and Collective Memory: A Complex Relationship“ die Auswirkungen des kollektiven Gedächtnisses auf die Bildung von Sozialem Kapital in einer Gesellschaft. In einem Vergleich der Länder der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino zeigt Dr. Punktscher in ihrer Arbeit auf, wie durch die Bildung von unterschiedlichen kollektiven Gedächtnissen zwischen den Bevölkerungsgruppen Südtirols, nach dem kollektiven Schock des Ersten Weltkrieges, auch 100 Jahre später noch, das Handeln dieser durch die unterschiedlichen kollektiven Erinnerungen verschieden beeinflusst wird.

 

Die weiteren Finalistinnen und Finalisten (in alphabetischer Reihenfolge):

Mag. Silvia Angerer (Schlanders, Universität Innsbruck, Institut für Finanzwissenschaft

 

Mag. Silvia Angerer untersucht in ihrer Arbeit „ Children’s Cooperation and Discrimination in a bilingual Province“ wie Kooperativismus und Diskriminierung im Kindesalter entstehen und sich entwickeln. Dafür wurden einfache Gefangenendilemma-Experimente mit 1.000 deutsch- und italienisch-muttersprachigen Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren aus Meran durchgeführt. Mag. Silvia Angerer zeigt in ihrer Arbeit, dass der Wille eines Kindes zur Kooperation signifikant davon abhängt, ob der Experimentpartner aus derselben Schulklasse kommt oder derselben Sprachgruppe angehört: Während der Wille zur Kooperation mit Klassenkammeraden prozentuell am höchsten ausgeprägt ist, ist er bei Kindern aus anderen gleichsprachigen Schulen am zweithöchsten und bei Kindern die eine anderssprachige Schule besuchen am geringsten ausgeprägt.

Lucia Busatta, PhD (Trient, Universität Trient, Fakultät für Rechtswissenschaften)

 

Frau Lucia Bussata, PhD analysiert im Rahmen ihrer Arbeit „Cross-Border Health Care in the Euregio: Chances, Innovation and Challenges“ die Auswirkungen, Chancen und Möglichkeiten für die Bevölkerung der Europaregion im Rahmen einer effizienten und zielgerichteten Umsetzung der Patientenmobilitätsrichtlinie 2011/24/EU. Lucia Bussata zeigt in ihrer Arbeit auf welches Ausmaß an gegenseitiger Kooperation auf gesamtstaatlicher als auch auf regionaler Ebene notwendig wäre, um die Richtlinie effektiv umsetzen zu können.

MMag. Matthias Siller (Algund, Universität Innsbruck, Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und –geschichte)

 

MMag. Matthias Siller analysiert in seiner Arbeit „The Geography of Innovation Revisited“ die regionale Innovationsfähigkeit 196 europäischer Regionen nach den drei Dimensionen der technologischen Innovation, der Dienstleistungsinnovation und der kommerziellen Innovation, auf Grundlage des Community Innovation Survey . So vermag die Arbeit von MMag. Matthias Siller die Stärken aber auch die Schwächen in der Innovationsfähigkeit Tirols, Südtirols und Trentinos aufzuzeigen und in Relation mit den anderen Regionen Europas zu setzen.

 

 

Die Ausschreibung

Preis:







1. Platz: 2.000,00 €

2. - 6. Platz: je einen Gutschein für die Teilnahme am Europäischen
Forum Alpbach 2015.

Darüber hinaus erhalten die 6 besten JungforscherInnen die Anreise nach Alpbach sowie 1 Nacht Aufenthalt in Alpbach erstattet.

Teilnahmeberechtigte:









JungforscherInnen bis zum vollendeten 35. Lebensjahr (Stichtag: 17.08.1979), die zum einschlägigen Thema „At the Crossroads ‐ Fortschritt oder Stillstand in der Europaregion Tirol“ wissenschaftlich arbeiten und entweder

  • an den Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der Europaregion oder
  • aus der Europaregion stammend an Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen weltweit tätig sind.
Einreichungskategorien:




  1. Kulturelle, historische und sprachliche Grundlagen / Zusammenarbeit
  2. Rechtliche und politische Grundlagen / Zusammenarbeit
  3. Wirtschaftliche und kommunikative Grundlagen / Zusammenarbeit
Fristen:



















Phase 1: Einreichung einer englischsprachigen Kurzfassung (maximal 1 Seite DINA4) bis zum 22. Juni 2014 (neues Datum!)

Auswahl: Der wissenschaftliche Beirat (Jury), bestehend aus je zwei Experten pro Themenbereich, lädt je Thema zwei JungforscherInnen zur Phase 2 ein.

Phase 2: Einreichung eines englischsprachigen Abstracts der wissenschaftlichen Arbeit (max. 4 DIN‐A4‐Seiten) bis zum 13. Juli 2014.

Vortrag: Vorstellung und Verteidigung der wissenschaftlichen Arbeit beim JungforscherInnenarbeitskreis des Tiroltags im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach am 16. August 2014, 14:00 – 18:00 Uhr. (In englischer Sprache)

Prämierung: Auszeichnung des Siegers/ der Siegerin im Zuge der Plenarveranstaltung am Tiroltag, 17. August 2014, 11:30 bis 14:30 Uhr.

>> AUSSCHREIBUNGSBEDINGUNGEN & ABLAUF JUNGFORSCHERINNENPREIS 2014

Links:

Finale des Euregio JungforscherInnenpreises 2013


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