Euregio JungforscherInnen Preis 2013

Gestiftet von den Wirtschafts- und Handelskammern der Europaregion Tirol - Südtirol -Trentino

Peter Willeit ist Euregio-Jungforscher des Jahres 2013

Alpbach (Tirol) - Der Euregio-JungforscherInnen-Preis 2013 ging an den Innsbrucker Mediziner Peter Willeit. Willeit erhielt den Preis im Rahmen des Tiroltages am 18. August 2013 beim Europäischen Forum Alpbach. Der mit 2.000 Euro dotierte Hauptpreis, gestiftet von den Wirtschafts- und Handelskammern der Europaregion, wurde zum zweiten Mal vergeben. Mit insgesamt 28 Einreichungen konnte 2013 ein Bewerbungshöchststand erzielt werden. Die sechs im Vorfeld ermittelten FinalistInnen präsentierten am Vortag des Tiroltages (17.08.) ihre wissenschaftlichen Arbeiten einer hochkarätig besetzten Jury unter dem Vorsitz von Prof. Konrad Bergmeister.

Die feierliche Verleihung der Preise wurde von Prof. Konrad Bergmeister, stellvertretend für die gesamte Jury, vorgenommen. Deren weitere Mitglieder waren Rektor Herbert Lochs, Prof. Ferdinand Karlhofer, Prof. Enrico Zaninotto, Prof. Kurt Matzler, Prof. Herbert Tilg und Dr. Günther Rautz.

Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen und Oswald Mayer, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Tirol, freuten sich sichtlich mit den Gewinnern. „Die Jugend garantiert unsere Zukunft“ strich Ebner im Zuge der Preisverleihung heraus. Nachdem sich der Euregio-JungforscherInnen-Preis sich so positiv entwickelt habe, „sollten wir diesen ausbauen und stärker ausstatten“, so Ebner.

Peter Willeit

Dr. Peter Willeit, M.phil University of Cambridge

"MicroRNAs - EMERGING BIOMARKERS IN VASCULAR DISEASE"


Peter Willeit, PhD-Student an der Universität Cambridge, wurde für seine Arbeit zum Thema Mikro-RNS als zukünftige Biomarker für Herzkreislauferkrankungen mit dem Euregio-JungforscherInnen-Preis 2013 ausgezeichnet. Mikro-RNS sind kürzlich entdeckte spezialisierte Formen von Ribonukleinsäuren, die vor allem in der Genregulation eine wesentliche Rolle spielen. Sie entscheiden daher oft, welche Eiweiße in unserem Körper in Gesundheit und Krankheit gebildet werden. Willeit konnte in seinen hervorragenden Studien zeigen, dass ein erhöhter Blutspiegel von bestimmten Mikro-RNS wie der Nr.126 mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko zusammenhängen. Zudem fanden die Forscher heraus, dass Blutplättchen eine wichtige Quelle dieser Mikro-RNS darstellen. „Mit diesen Erkenntnissen können sowohl die Früherkennung von Herzinfarktrisiken als auch die Therapie verbessert werden“, so die Jury.

Peter Willeit wird das mit 2.000 Euro dotierte Preisgeld hauptsächlich dazu verwenden, die Reisekosten von Cambridge in seine Heimatstadt-Innsbruck abzudecken. Nicht mit leeren Händen nach Hause gingen die weiteren FinalistInnen. Sie alle wurden für ihre ausgezeichneten wissenschaftlichen Leistungen mit einem Gutschein für ein Vollstipendium am Europäischen Forum Alpbach ausgezeichnet.

Daniele Castello

Dr. eng. Daniele Castello, PhD Universität Trient

"CLEAN PRODUCTION OF HYDROMETHANE THROUGH GASIFICATION OF WET BIOMASS IN SUPERCRITICAL WATER"

Mit dem zweiten Platz wurde Daniele Castello, Forschungsmitarbeiter der Universität Trento, bedacht. Er stellte ein Verfahren vor, das es ermöglicht aus nasser Biomasse Hydromethan zu gewinnen. Dieses Kombinationsprodukt aus Wasserstoff und Methan eignet sich zur Energiegewinnung und zur Verwendung als Autotreibstoff. Es könnte dazu beitragen die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern in der Europaregion zu verringern.

Katharina Winkler

Dr. Katharina Winkler Medizinische Universität Innsbruck

"DEVELOPMENT OF NOVEL IN-VITRO-CULTURE SYSTEMS FOR OVARIAN TISSUE AND FOLLICLES: AN INNOVATIVE MEANS OF FERTILITY PRESERVATION FOR ONCOLOGIC PATIENTS"

Katharina Winkler, Assistenzärztin der Universitätsklinik Innsbruck, wurde mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Sie präsentierte ein innovatives in-vitro Kulturverfahren für Ovarialgewebe und Follikel. Dieses ermöglicht es den Kinderwunsch von ehemaligen Chemotherapie-Patientinnen, deren Gebärfähigkeit durch die Chemotherapie eingeschränkt wurde, erfüllen zu lassen, ohne die betroffenen Patientinnen einem Wiedererkrankungsrisiko an Krebs auszusetzen.

Andreas Eisendle

Mag. Andreas Eisendle Universität Innsbruck

"THE EUROPEAN GROUPING OF TERRITORIAL COOPERATION (EGTC): INNOVATION FOR THE EUROPEAN REGION TYROL?"

Andreas Eisendle, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Innsbruck, untersuchte das politisch-institutionelle Innovationspotential der EVTZ-Verordnung am Beispiel der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino. Dabei zeigte Eisendle einerseits die sich für die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino durch die EVTZ-Verordnung eröffneten Perspektiven auf und stellte andererseits auch die limitierenden Faktoren der EU-Verordnung dar.

Matteo D'Antoni

Matteo D'Antoni, PhD EURAC research

"INTEGRATION OF SOLAR THERMAL TECHNOLOGY INTO HYBRID ENEGRY GENERATION SYSTEMS"

Matteo D'Antoni, Forschungsmitarbeiter an der Europäischen Akademie in Bozen, zeigte in seinem Vortrag das Potential und die Vorteile der Nutzung von Solarthermie zur Deckung des thermischen Energiebedarfes von Wohnanlagen. D'Antoni präsentierte ein standardisiertes System, welches in Zusammenarbeit mit einer Südtiroler Firma entwickelt wurde und das geeignet wäre den Primärenergieverbrauch von solchen Anlagen um 50% zu verringern, bei geringeren Installationskosten und gesenkten Projektierungs- und Installationserfordernissen.

Michela Planatscher

Michela Planatscher Freie Universität Bozen

"FISCAL FEDERALISM IN A COMPARATIVE PERSPECTIVE. AN ECONOMIC-JURIDICAL ANALYSIS BETWEEN TRENTINO, SOUTH TYROL AND TYROL."

Michela Planatscher, Absolventin der Freien Universität Bozen, unterzog die Fiskalsysteme der drei Länder der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino einem komparativen Vergleich. So konnte Planatscher verdeutlichen in wie fern durch Föderalismus die Effizienz der Steuerverwaltung erhöht werden kann.

Ausschreibung

Der Tiroltag des Europäischen Forums Alpbach hat sich in den vergangenen Jahren zum Treffpunkt und Schaufenster der Forschungslandschaft der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino entwickelt. Mit dem Thema 'Europaregion Tirol – Zukunftsfähig durch Innovationen' wollte der Tiroltag 2013 den Bedarf an Innovationen in der Europaregion Tirol näher beleuchten. Dieser Bedarf will nicht nur im technisch-wirtschaftlichen Sinne verstanden werden, sondern soll umfassend sein und alle gesellschaftlichen Bereiche betreffen.

Beim Tiroltag 2013 wurden bereits zum zweiten Mal NachwuchsforscherInnen aus der Europaregion Tirol - Südtirol - Trentino nach Alpbach eingeladen, ihre Arbeiten vorzustellen und sich mit renommierten Wissenschaftern und politischen Verantwortungsträgern direkt auszutauschen.

Tiroltag 2013:
„Europaregion Tirol – Zukunftsfähig durch Innovationen“, 17. - 18. August 2013


Preis:

  • 1. Platz: 2.000,00 Euro.
  • 2-6. Platz: Je einen Gutschein für die Teilnahme am Europäischen Forum Alpbach 2014.

Darüber hinaus erhielten die 6 besten JungforscherInnen die Anreise nach Alpbach sowie 1 Nacht Aufenthalt in Alpbach erstattet.

Zielgruppe:

JungforscherInnen bis zum vollendeten 35. Lebensjahr (Stichtag: 18.08.1978), die zum einschlägigen Thema „Europaregion Tirol – Zukunftsfähig durch Innovationen“ wissenschaftlich arbeiten und entweder

  1. an den Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der Europaregion oder
  2. aus der Europaregion stammend an Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen weltweit tätig sind.

Einreichungen sind zu folgenden Themen möglich:

  • Wirtschaftliche und technische Innovation
  • Soziale und medizinische Innovation
  • Gesellschaftliche und politische Innovation

ABLAUF: Einreichung der Abstracts bis 15. Juni 2013 (NEU)

Phase 1: Einreichung einer zweisprachigen Kurzfassung (maximal 1 Seite DIN-A4, Sprachen: DE/EN oder IT/EN) bis zum 15. Juni 2013 (neu)

Auswahl: Der wissenschaftliche Beirat (Jury), bestehend aus je zwei Experten pro Themenbereich, lädt je Thema zwei JungforscherInnen zur Phase 2 ein.

Phase 2: Einreichung eines zweisprachigen Abstracts der wissenschaftlichen Arbeit (max. 6 DIN-A4-Seiten, DE/EN oder IT/EN) bis zum 14. Juli 2013

Vorstellung und Verteidigung der wissenschaftlichen Arbeit beim JungforscherInnenarbeitskreis des Tiroltags im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach am 17. August 2013, 14:00 – 18:00 Uhr. (In englischer Sprache)

Die Bewertung der Arbeiten in Phase 2 erfolgt durch den wissenschaftlichen Beirat unter Berücksichtigung des Abstracts (55%) sowie des Vortrags und der Diskussion beim JungfoscherInnenarbeitskreis (45%).

Prämierung: Auszeichnung des Siegers/ der Siegerin im Zuge der Plenarveranstaltung am Tiroltag, 18. August 2013, 11:30 bis 14:30 Uhr.

Download:


Kontakt und Einreichung:

Mag. Matthias Fink
Gemeinsames Büro der Europaregion
Generalsekretariat des EVTZ „Europaregion Tirol – Südtirol – Trentino“
Drususallee 1, I-39100 Bozen
Tel.: +39 0471 402026
Fax: +39 0471 405016
E-Mail: matthias.fink@europaregion.info
Web: http://www.europaregion.info


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