Arbeitsmarkt und demografischer Wandel

Die Seminarreihe der Euregio mit drei Tagungen in Tirol, Südtirol und Trentino setzt sich in erster Linie mit den Konsequenzen des demografischen Wandels  - immer weniger junge Menschen und in der Proportion dazu immer mehr ältere Menschen - , der Eingliederung in den Arbeitsmarkt und der Digitalisierung der zukünftigen Arbeitsprozesse auseinander.

Der demographische Wandel, der sich in den Industrieländern Westeuropas und somit auch in der Europaregion Tirol vollzieht, wirkt sich auf viele Bereiche der Gesellschaft aus. Eine interregionale Tagung, die am 24. Jänner 2018 in Innsbruck stattfand, stellte sich der Frage, welche konkreten Folgen für den Arbeitsmarkt zu erwarten sind. Ob der „Arbeitsmarkt im Umbruch – neue Chancen für junge Menschen“ bringt - so der Titel der Veranstaltung - wurde dabei von Expertinnen und Experten der Länder Tirol, Südtirol und dem Trentino im Landhaus diskutiert.

Im Hinblick auf die Herausforderungen des demographischen Wandels setzte Gastgeber LR Johannes Tratter gemeinsam mit seiner Südtiroler Ressortkollegin LRin Martha Stocker und dem Trentiner Landesrat Alessandro Olivi, der vor Ort von Professore Riccardo Salomone (Arbeitsmarktverwaltung Trentino) vertreten wurde, auf eine Fortführung der fachlichen Vernetzung innerhalb der Euregio. Der Arbeitsmarkt spiegelt die Gesamtsituation unserer älter werdenden Gesellschaft wider, stellte LR Tratter fest: „Es steht außer Zweifel, dass in Zukunft weniger junge Menschen in den Arbeitsmarkt eintreten, die Anzahl älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmer hingegen kontinuierlich steigt. Dies führt gemeinsam mit der fortschreitenden Digitalisierung zu deutlichen Veränderungen. Deshalb sind heute die Weichen dafür zu stellen, mit diesem Wandel konstruktiv umzugehen. Wichtig ist, alle sich bietenden Chancen zu erkennen und zu nutzen!“

Arbeitsmarkt: Angebote und Nachfrage im Wandel

Im Rahmen der Tagung wurden von den teilnehmenden Expertinnen und Experten der drei Länder unterschiedliche Konsequenzen für verschiedene Branchen aufgezeigt und arbeitsmarktpolitische Empfehlungen erarbeitet. Für den Tiroler Arbeitslandesrat Johannes Tratter erwies sich der Fachkräftemonitor, der vom Land Tirol gemeinsam mit dem AMS-Tirol und mit Unterstützung der Wirtschaftskammer eingesetzt wurde, als nützliches Instrument: „Wir gewinnen konkrete Erkenntnisse über Angebot und Nachfrage und können entsprechend zielgerichtet in die Ausbildung investieren. Die laufende Fachkräfteoffensive forciert Qualifizierung und duale Ausbildung als wichtige Wettbewerbsvorteile für junge Menschen und die Sicherung des wirtschaftlichen Standorts.“

Kooperation in der Euregio

Die aktuelle Euregio-Tagung schlosst an eine gemeinsame Erklärung der Arbeitslandesräte von Tirol, Südtirol und dem Trentino an, die am 22. September 2016 verabschiedet wurde und eine Intensivierung der gemeinsamen arbeitsmarktpolitischen Zusammenarbeit zum Ziel hat.

>> Tagungsprogramm

Download Vorträge:

>> Präsentation Dr. Ikrath

>> Präsentation Dr. Walwei


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